dpa: Firefox OS kommt über Congstar nach Deutschland

Die Deutsche Telekom wird heute eine Pressekonferenz zum Marktstart von Firefox OS in Polen abhalten. Wie die dpa im Vorfeld erfahren haben möchte, plant die Deutsche Telekom außerdem, Firefox OS über die Zweitmarke Congstar nach Deutschland zu bringen.

Die Deutsche Telekom hat für heute eine Pressekonferenz angesetzt, in welcher das Alcatel One Touch Fire mit Firefox OS offiziell für den polnischen Markt angekündigt werden soll. Die Pressekonferenz wird ab 16.00h per Livestream im Internet übertragen.

Die dpa meldet, dass man aus Branchenkreisen erfahren haben möchte, dass Firefox OS auch nach Deutschland kommen wird. So plane die Deutsche Telekom den Vertrieb über die Zweitmarke Congstar.

Firefox: Neues Cache-Backend soll HTTP-Cache robuster machen

Mozilla arbeitet derzeit an einem neuen Cache-Backend, welches den HTTP-Cache von Firefox robust gegen Abstürze machen und die Programmoberfläche nicht zum Einfrieren bringen soll.

Nachdem sich ein größeres Entwickler-Team von Mozilla mit einem neuen API-Design für den HTTP-Cache von Firefox beschäftigt hat, haben Jan Bambas und Michal Novotný die letzten beiden Monate mit der Implementierung des neuen Backends verbracht und erste Test-Builds fertiggestellt, welche getestet werden können. Mit dem neuen Cache-Backend verfolgt Mozilla vor allem zwei Ziele: Zum einen soll der Cache robust gegen Abstürze werden. Bislang kann ein Absturz von Firefox oder das Killen des Firefox-Prozesses zum Verlust der Inhalte aus dem Cache führen. Zum anderen soll mit dem Cache in Verbindung stehendes Einfrieren der Benutzeroberfläche der Vergangenheit angehören. Erste Messergebnisse zeigen, dass man außerdem mit einer verbesserten Performance rechnen darf.

Es wird darauf hingewiesen, dass der Code in dieser Phase der Entwicklung noch sehr, sehr experimentell ist, weshalb diese Builds wirklich nur zum Testen sind. Auf seinem Blog hat Jan Bambas erste Messergebnisse veröffentlicht, welche genau das auch widerspiegeln; Tests mit einer MicroSD-Karte zeigen, dass spürbare Geschwindigkeitsvorteile erzielt werden können. Allerdings gibt es auch noch Situationen, in welchen das alte Backend schneller ist. Insbesondere im Test mit einer SSD sind derzeit noch keine Verbesserungen der Performance feststellbar. In den nächsten Wochen soll das neue Backend weiter optimiert werden, so dass das neue Cache-Backend dem bisherigen in allen Belangen überlegen ist.

Testing with a microSD card:

First-visit load

 

Full load

First paint

mozilla-central

16s

7s

new back-end

12s

4.5s

new back-end and separate threads for open/read/write

10.5s

3.5s

Reload, already cached and warmed

 

Full load

First paint

mozilla-central

7s

700ms

new back-end

5.5s

500ms

new back-end and separate thread for open/read/write

5.5s

500ms

Type URL and go, cached and warmed

 

Full load

First paint

mozilla-central

900ms

900ms

new back-end

400ms

400ms

Type URL and go, cached but not warmed

 

Full load

First paint

mozilla-central

5s

4.5s

new back-end

~28s

5-28s

new back-end and separate threads for open/read/write

~26s

5-26s

Testing on an SSD disk:

Type URL and go, cached and warmed

 

Full load

First paint

mozilla-central

220ms

230ms

new back-end

310ms

320ms

Type URL and go, cached but not warmed

 

Full load

First paint

mozilla-central

600ms

600ms

new back-end

1100ms

1100ms

Registrierung für Mozilla Festival 2013 geöffnet

Im Oktober ist es wieder soweit – wie jedes Jahr lädt Mozilla nach London zum Mozilla Festival ein. Die Registrierung für das Mozilla Festival 2013 ist nun geöffnet.

In diesem Jahr findet das Mozilla Festival vom 25. Oktober bis zum 27. Oktober statt, wie immer am Ravensbourne-Campus in London. Highlights des letzten Jahres waren der Launch des Mozilla Popcornmakers 1.0 sowie der Start der Mozilla Webmaker Badges. In diesem Jahr soll unter anderem der Mozilla Web Literacy Standard im Zuge des Mozilla Festivals die Versionsnummer 1.0 erhalten. Interessierte könnten sich hier für das Mozilla Festival 2013 registrieren.

„Jedes Jahr bringt das Mozilla Festival Leute aus der ganzen Welt zusammen, die das Internet erforschen, zusammen lernen und gemeinsam Projekte anstoßen, die die Zukunft des Webs für gute Zwecke und eine weltweite Zusammenarbeit verändern. Aus über 40 Ländern versammelte das diesjährige Festival vom 9. – 11. November 2012 mehr als 900 Menschen in London – darunter Code Entwickler, Designer, Journalisten, Lehrbeauftragte, Filmemacher, Spieler und alle am Web Interessierten. „Das Mozilla Festival ist ein Magnet für Menschen aus der ganzen Welt, die sich für die Möglichkeiten interessieren, das Internet offener, kreativer und innovativer zu gestalten. Ziel ist es, mehr junge Leute vom Webnutzer zum Webmacher zu bewegen.“, erklärt Mark Surmann, Executive Director der Mozilla Foundation.“

Zitiert von: Mozilla Presse-Center (2012)

L20n: Mozilla hebt Lokalisierung auf die nächste Stufe

L20n ist der Codename für Mozillas Lokalisierungs-Framework, welches das Potential hat, die Übersetzung von Software in Zukunft zu perfektionieren.

Lokalisierung umfasst alles Notwendige, um ein Produkt in eine andere Sprache zu bringen, darunter fallen vor allem Übersetzungen, aber auch das Anpassen von Datums- und Zeitformaten, Währungen oder Maßeinheiten. Üblicherweise wird dies mit dem Numeronym L10n abgekürzt (engl. localization, 10 Buchstaben zwischen l und n). L20n kann sinnbildlich als Localization 2.0 verstanden werden. Auf der Webseite l20n.org präsentiert Mozilla L20n und gibt eine Einführung in die Möglichkeiten. Aktuell trägt L20n die Versionsnummer 1.0 Beta 3.

Mit L20n hegt Mozilla keinen geringeren Anspruch, als Software-Lokalisierung neu zu erfinden. Dem Lokalisierer werden mit L20n umfassende Möglichkeiten an die Hand gegeben, um die Komplexität verschiedener Sprachen in Software optimal umzusetzen. L20n ist eine sprach-spezifische Open Source Scripting-Sprache, welche es erlaubt, Eigenschaften natürlicher Sprachen wie Geschlechter, Pluralformen und Konjugationen umzusetzen, ebenso wie Übersetzungen je nach zur Verfügung stehendem Platz. So ist es beispielsweise denkbar, ein Element bei ausreichend vorhandenem Platz vollständig zu übersetzen und auf einem kleinen Ausgabegerät wie einem Smartphone entsprechend zu kürzen, so dass ungünstige Kürzungen von Übersetzungen vermieden werden können. Dadurch, dass diese Entscheidungen von der Programm-Logik abgekapselt sind, können in den verschiedenen Sprachversionen unterschiedliche Bedingungen festgelegt werden. Dies ist ein sehr großer Vorteil, da sich die Länge von Wörtern in den verschiedenen Sprachen teilweise sehr stark voneinander unterscheidet. Zum anderen erlaubt einem dies größtmögliche Flexibilität, da sich Sonderbehandlungen für eine Sprache umsetzen lassen ohne Einfluss auf andere Sprachen zu haben.

Im April haben Staś Małolepszy und Zbigniew Braniecki auf der Front-Trends 2013 in Warschau einen Vortrag (engl.) über L20n gehalten, welcher online auf vimeo angesehen werden kann.

Video auf Vimeo ansehen

Weitere Informationen gibt es im Blog von Staś Małolepszy.

Mozilla-Webseite unterstützt bei Gestaltung von Firefox OS Apps

Wer eine eigene App für Firefox OS entwickelt, möchte diese unter Umständen dem optischen Gesamtbild von Firefox OS anpassen. Mozilla unterstützt dabei mit einer eigenen Webseite, auf welcher Code-Schnipsel und Ressourcen bereitgestellt werden.

Mit Building Firefox OS hat Mozilla eine Webseite im Angebot, welche App-Entwicklern bei der Gestaltung ihrer Apps für Firefox OS hilft. Im Wesentlichen beinhaltet die Webseite drei Teile: 1. Die sogenannten Building Blocks 2. CSS Transitions und 3. Downloads.

Bei den Building Blocks handelt es sich um wiederverwendbare Komponenten. Benötigt der Entwickler für seine App beispielsweise Buttons, eine Auflistung, eine Bestätigung oder eine Fortschrittsanzeige, kann er hier nach der entsprechenden Komponente suchen und erhält das dafür notwendige HTML-Markup inklusive entsprechender CSS-Datei, um diese Komponente im Firefox OS-Stil zu gestalten.

Ähnlich erhält der Entwickler im Abschnitt CSS Transitions die CSS-Anweisungen für die verschiedenen in Firefox OS genutzten CSS-Animationen, beispielsweise für In-App-Navigationen.

Unter Downloads lassen sich schließlich alle UI-Komponenten als PSD-Datei, die Building Blocks mit Beispielen, Icon Sets sowie die in Firefox OS verwendete Schriftart Feura Sans herunterladen.

Doch beim bisherigen Angebot soll es nicht bleiben. So möchte Mozilla unter anderem die bisherigen Building Blocks auch kompatibel zu anderen Browsern machen und weitere Themes bereitstellen.

7digital veröffentlicht ersten Music Store für Firefox OS

Für Firefox OS existieren bereits ein paar prominente Apps, darunter Facebook, Twitter und auch Soundcloud. 7digital hat nun den ersten Store zum Download von Musik für Firefox OS veröffentlicht.

Smartphone-Nutzer kennen 7digital unter Umständen bereits durch die nativen Apps für Android, iOS, Windows Phone oder BlackBerry. Auch für Firefox OS befindet sich mittlerweile eine webbasierte Version als App im Firefox Marketplace. Der 7digital Music Store ist komplett in alle europäischen sowie nordamerikanischen Sprachen lokalisiert und entsprechend auch in deutscher Sprache verfügbar.

Musik-Liebhaber finden im 7digital Music Store über 24 Millionen Titel, welche sie über die App probehören und bei Gefallen kaufen und herunterladen können. Die bei 7digital gekauften Lieder werden zur 7digital-Cloud hinzugefügt und stehen damit auf allen Geräten des Käufers zur Verfügung.

via: thenextweb.com

Mozilla Science Lab soll Offenes Web und Wissenschaft zusammenbringen

Mozilla hat mit dem Mozilla Science Lab eine neue Initiative ins Leben gerufen, welche Wissenschaftlern auf der ganzen Welt helfen soll, das Offene Web auch in Bezug auf die Wissenschaft zu nutzen.

Mozilla schreibt im offiziellen Blog, dass Wissenschaftler das Web zwar erfunden hätten, dieses aber nicht im selben Maße für die Wissenschaft genutzt würde, wie es Medien, Bildung oder das Geschäftsleben weitergebracht hätte; Wissenschaft sei größtenteils noch im “analogen” Zeitalter verankert. Mit dem Science Lab versucht Mozilla, den Dialog zwischen der Open Web Community und Wissenschaftlern zu fördern. Gemeinsam sollen Ideen, Werkzeuge und Praktiken ausgetauscht werden um Web-Lösungen der nächsten Generation zum Lösen realer Probleme in der Wissenschaft zu nutzen, und Forschung agiler sowie kollaborativer zu machen.

Das Mozilla Science Lab wird von Kaitlin Thaney geleitet, welche sich bereits seit langer Zeit mit Open Science beschäftigt. Unter anderem arbeitete sie am Science-Programm von Creative Commons und zuvor für Digital Science, welche auf Forschungs-Tools fokussiert sind. Digital Science ist außerdem ein Inkubator für Startups in der Wissenschaft. Ihr steht Greg Wilson zur Seite, der Gründer von Software Carpentry, einem Programm, welches Wissenschaftlern grundlegende Computer-Fähigkeiten beibringt, damit diese produktiver werden. Software Carpentry hat im vergangenen Jahr über 70 Workshops mit mehr als 2.200 Teilnehmern veranstaltet. Diese Zahlen möchte man über die nächsten zwölf Monate sogar verdoppeln. Das Mozilla Science Lab wird von der Alfred P. Sloan Foundation unterstützt, einer philanthropischen Non-Profit-Organisation mit einem Schwerpunkt auf Wissenschaft.

Bei Mozilla in Japan sind sogar die Möbel Open Source

Mozilla lebt den Open Source-Gedanken. Und das spiegelt sich nicht nur in der Software wider, sondern auch in der Büro-Einrichtung. So hat man mit der Design-Schmiede Nosigner zusammengearbeitet, um eine Büroeinrichtung für Mozilla Japan zu entwerfen – basierend auf der Idee von Open Source.

Dass Open Source nicht nur bei Software funktioniert, beweist die in Japan ansässige Design-Schmiede Nosigner. Diese hat die Büroeinrichtung für das neue Büro der japanischen Mozilla-Niederlassung entworfen. Dabei wurden allgemein verfügbare Gegenstände für die Möbel verwendet und auch die Baupläne sind alle online zum Download verfügbar.

Bilderquelle: Tumblr

Australis-Design kommt erst mit Firefox 26

Mozilla plant mit Australis die Einführung eines moderneren Designs, welches weitreichende Änderungen mit sich bringen wird, und verschiebt dieses um einen weiteren Release nach hinten. Nach aktuellsten Planungen wird Australis nun für Firefox 26 im Dezember erwartet.

Ursprünglich hatte Mozilla das Australis-Redesign für Firefox 24 angepeilt und dann auf Firefox 25 verschoben. Auch daraus wird nichts. Mozilla wird wie geplant den UX-Zweig in Kürze mit dem Entwicklungszweig von Firefox 25 zusammenführen, die Australis-Änderungen dann aber mit Eintritt in die Aurora-Phase wieder entfernen, um Australis schließlich mit Firefox 26 zu veröffentlichen. Auf diese Weise bleiben Mozilla noch zehn statt nur noch vier Wochen aktiver Entwicklung + sechs Wochen Aurora + sechs Wochen Beta. Firefox 26 wird am 10. Dezember 2013 erscheinen.

Nutzer der Nightly-Versionen von Firefox werden also schon bald den aktuellen Stand der Australis-Entwicklung erhalten, dem stehen nur noch zwei Performance-Regressionen sowie ein fehlgeschlagener Test im Weg. Die wesentlichen Gründe für die Verspätung sind die noch vorhandene Anzahl an zu schließenden Bugs, welche zu hoch für eine realistische Auslieferung in Version 25 ist, sowie noch zu lösende Kompatibilitäts-Probleme mit Add-ons, welche aus dem Umbau der Benutzeroberfläche hervorgehen. Mit dem Landen des Codes in mozilla-central, also den Nightly Builds, würden die Entwickler von Erweiterungen eher angetrieben werden, ihre Erweiterungen entsprechend anzupassen, als wenn die Entwicklung weiter in den UX-Builds vonstatten geht. Dadurch, dass Australis sechs Wochen länger in mozilla-central verweilt, bleibt hierfür länger Zeit.

Verwandte Themen:

Kommentar: Firefox Australis-Design sieht aus wie Chrome? Unsinn!

Update 10.07.2013: Im wöchentlichen Australis-Update hat Mozilla-Entwickler Justin Dolske über den Fortschritt der Performance-Bugs berichtet, welche Australis noch davon abhalten, in den Hauptentwicklungszweig integriert zu werden. Demnach ist in dieser Woche nicht mehr von einer Integration in mozilla-central auszugehen. Je nachdem wie die Dinge in der kommenden Woche aussehen, wäre es sogar denkbar, dass Australis erst mit Firefox 26 in den Hauptentwicklungszweig integriert und dann mit Firefox 27 ausgeliefert werden wird.

Erstes Firefox OS Tablet erscheint bald

Mit dem ZTE Open befindet sich seit gestern bereits das erste Smartphone mit Firefox OS im freien Verkauf. Und es wird nicht allzulange dauern, bis das erste Tablet verfügbar ist, wie Mozillas CTO Brendan Eich auf einer Pressekonferenz von Mozilla verraten hat.

Dass es auch Tablets mit Firefox OS geben wird, das ist spätestens seit der Ankündigung der Partnerschaft mit Foxconn kein Geheimnis mehr – gemeinsam will man mindestens fünf Geräte mit Firefox OS auf den Markt bringen, darunter ein Smartphone, ein Tablet und wahrscheinlich sogar ein TV-Gerät. Foxconn will für die Entwicklung sogar bis zu 3000 Entwickler einstellen. Anlässlich der Pressekonferenz zum offiziellen Marktstart von Firefox OS hat Mozillas CTO Brendan Eich nun erklärt, dass es ein Tablet mit Firefox OS so bald wie möglich geben wird.

Eich erklärte weiter, dass Firefox OS ursprünglich sogar für Tablets gedacht gewesen sei. Man sei davon ausgegangen, dass ein Tablet einfach für Mozilla umzusetzen sei. Die Community, insbesondere Entwickler, wäre aber viel mehr an einem Firefox-Smartphone interessiert gewesen, was die weitere Entwicklung entsprechend beeinflusst habe.

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