Firefox 18 erscheint eine Woche später

Der Release-Zyklus von Firefox ist absolut zuverlässig. Alle sechs Wochen am Dienstag erscheint ein neuer Major-Release des Mozilla-Browsers. Zum neuen Jahr gibt es allerdings eine kleine Abweichung.

Eigentlich würde Firefox 18 am 01. Januar 2013 erscheinen. Aufgrund der Feiertage wird Mozilla den Release allerdings um eine Woche nach hinten verschieben. Demnach sollte Firefox 18 um den 08. Januar 2013 erscheinen. Entsprechend verlängert sich auch die Entwicklungszeit von Firefox 19 und Firefox 20 um jeweils eine Woche. Der Zyklus von sechs Wochen wird ansonsten aber beibehalten. Das heißt, dass damit auch alle nachfolgenden Veröffentlichungen eine Woche später das Licht der Welt erblicken werden, eine Verkürzung der nächsten Release-Phase auf fünf Wochen wird nicht stattfinden.

Übrigens: Aufmerksame Leser dieses Blogs wissen dank Release-Kalender bereits seit einigen Wochen, was nun offiziell ist.

Das MozCamp 2012 in Warschau

Am 08. und 09. September fand in Warschau das diesjährige MozCamp Europe von Mozilla statt. MozCamps sind eine wunderbare Gelegenheit, andere Mitglieder aus der weltweiten Mozilla-Community kennenzulernen sowie spannenden Keynotes und Sessions zu lauschen. Das Thema in diesem Jahr war Mobilize Mozilla. Auch ich wurde nach Polen eingeladen.

Am 13. August landete in meinem E-Mail-Postfach eine Einladung zum diesjährigen MozCamp Europe. Eine Einladung, die ich natürlich nicht ausschlagen konnte. Also schnell über die Mozilla-Seite für das MozCamp registriert und nur wenige Tage später hat sich auch schon die Air Lounge GmbH bei mir mit einem Reisevorschlag gemeldet, welcher von mir direkt bestätigt und daraufhin für mich gebucht worden ist. Weder um Hotel noch um die Anreise musste sich selber gekümmert werden, alles wurde einem abgenommen. Die Organisation im Vorfeld und auch während des Events war absolut perfekt, hierfür kann man nur ein ganz großes Lob an Kate Naszradi, Contributor Engagement Coordinator bei Mozilla, und auch an Wolff’s Produktionen für den reibungslosen Ablauf sowie alle weiteren Beteiligten aussprechen. Bezahlt wurde übrigens auch komplett von Mozilla. Ich habe nicht einen einzigen Złoty in Polen ausgeben müssen.

So ging es dann am Freitag, den 07. September, vom Berlin Hauptbahnhof auf direktem Weg nach Warschau. Die Zugfahrt habe ich in einem Wagen mit Florian Scholz verbracht, so dass die inklusive Verspätung 6 1/2 Stunden Fahrt nicht langweilig waren. Am Hauptbahnhof in Warschau wurden wir direkt empfangen und gemeinsam mit weiteren Mozillians ins Marriott Hotel begleitet, welches nur wenige Fußminuten entfernt liegt.

Ab 19.00 Uhr hat dann das Willkommens-Event in der Champions Sports Bar stattgefunden. Die Möglichkeit, mit anderen Mozillians zu sprechen – und zu essen und zu trinken. ;) Gegen 23.00 Uhr habe ich mich zur Bettruhe begeben. Denn bereits um kurz vor 07.00 Uhr sollte es wieder raus aus den Federn gehen und ein langer Tag stand bevor.

Kurz nach 08.00 Uhr am Samstag ging es mit der Straßenbahn los in die Fabryka, dem Veranstaltungsort des MozCamps. Nach einem kurzen Willkommen ging es direkt mit sehr spannenden Keynotes los.

  • 09.15 – 10.00 Uhr – Mobilize Mozillians [Mitchell Baker and Tristan Nitot]
  • 10.00 – 11.00 Uhr – Product Vision + Demonstration for Firefox Desktop, OS, and Apps [Jay Sullivan]
  • 11.00 – 11.30 Uhr – Market Context [David Slater]
  • 11.30 – 12.00 Uhr – Next Generation of Mozilla [Mark Surman]

Die Technik hat leider nicht immer mitgespielt. Gerade bei der Demonstration von WebRTC wäre es schön gewesen, wenn sie funktioniert hätte. ;) Von 12.00 bis 12.45 Uhr folgte dann eine jeweils kurze Präsentation der Communitys aus den verschiedenen Ländern. Nach einer längeren Essens-Pause folgten dann verschiedene Sessions. In sechs verschiedenen Räumen fanden parallel Sessions zu verschiedenen Themen statt. Bei folgenden Sessions war ich anwesend:

  • 14.00 – 15.00 Uhr – B2G Localization Workshop [Staś Małolepszy ]
  • 15.05 – 16.00 Uhr – Firefox OS Launch
  • 16.35 – 17.30 Uhr – New Skies For Thunderbird [Jb Piacentino; Mitchell Baker war später auch noch da]
  • 17.35 – 18.30 Uhr – Testing B2G Desktop Builds [Alex Keybl]

Von 18.35 bis 19.30 gab es mit dem Community Health Townhall dann wieder Gemeinsames Programm, ehe es mit Sightseeing-Bussen zum Abendessen ins BrowArmia Restaurant ging – eine sehr luftige Angelegenheit, da oben im Bus ohne Dach. ;) Gegen 23.00 Uhr ging es dann wieder zurück ins Hotel.

Am Sonntag ging es wieder kurz vor 07.00 Uhr aus dem Bett. Dieses mal ging das Ganze in der Fabryka erst eine halbe Stunde später, um 09.30 Uhr, mit dem Leadership Panel los, welches bis 11.00 Uhr ging. Eine sehr interessante Talk-Runde zu verschiedenen Themen. Dann ging es auch schon wieder mit den Sessions los. Bei den folgenden war ich anwesend:

  • 11.00 – 11.35 Uhr – Pontoon: Are You Ready? [Matjaž Horvat]
  • 11.35 – 12.30 Uhr – Contributing to Mozilla Websites [Andrei Hajdukewycz]
  • 14.05 – 15.00 Uhr – Introducing the Social API [Jared Wein, Gavin Sharp]
  • 15.00 – 15.30 Uhr – Efficient localization with Translate Toolkit – the example of Fulah [Ibrahima Sarr]
  • 15.30 – 16.00 Uhr – Add-ons back on top (upcoming UI changes in Firefox) [Jeff Griffiths]
  • 17.10 – 17.40 Uhr – Firefox Flicks 2013 [Tobias Leingruber]

Zwischen 18.40 und 19.00 gab es dann den offiziellen Abschluss des MozCamps. Ein gemeinsames Abendessen gab es am Sonntag nicht, hier war es allen Teilnehmern selbst überlassen, wohin sie gehen.

Am Montag ging es dann zurück nach Deutschland – natürlich erneut mit Verspätung der Bahn, aber die kalkuliert man ja schon fest ein. ;)

Fotos und Video

Nach so viel Text ist die Frage nach etwas für die Augen gerechtfertigt. Ich habe ein Album mit 67 Bildern sowohl auf meiner Facebook- als auch auf meiner Google Plus-Seite hochgeladen, welche einen guten Einblick in die Atmosphäre des MozCamps geben.

Und zum Abschluss gibt es noch ein Video von Mozilla, welches weitere Eindrücke gibt:

Was bleibt zu sagen: Für mich war es das erste MozCamp und ich hatte viel Spaß. Die Keynotes und Sessions waren für mich sehr bereichernd und ich habe mich auch sehr darüber gefreut, einen Teil der deutschsprachigen Mozilla-Community mal wieder zu sehen und neue Kontakte zu knüpfen. Gerne wieder. Einzig die Zimmerbelegung im Hotel war vielleicht nicht ganz optimal mit jemandem, der Deutsch überhaupt nicht und Englisch im Prinzip auch nicht spricht. Aber gut. ;)

Firefox Health Report – Firefox bekommt neues Feature zur Datenübermittlung an Mozilla

Anfang des Jahres gab es Diskussionen um mögliche Pläne Mozillas, ein Messverfahren in Firefox zu implementieren und standardmäßig zu aktivieren, welches bestimmte Daten an die Mozilla-Server übermittelt. Das Projekt, welches damals unter dem Namen Data Ping lief, hört nun auf den Namen Firefox Health Report und soll in Kürze Einzug in die Nightly-Versionen von Firefox erhalten.

Der Sinn des Firefox Health Reports (FHR) ist es, bestimmte Daten des Browsers zu sammeln und an die Server von Mozilla zu übermitteln. Dies sind beispielsweise Daten zur Konfiguration des Computers wie die Anzahl an Prozessorkernen, das Betriebssystem oder die Firefox-Version, die Anzahl und der jeweilige Typ der installierten Erweiterungen, Performance-Daten, das Alter des Firefox-Profils oder die Anzahl der bisherigen Browser-Abstürze. Diese Daten sollen Mozilla helfen, auftretende Probleme besser zu verstehen und schneller zu beheben und letzten Endes einen besseren sowie schnelleren Browser zu entwickeln. Während das Telemetrie-Feature von Firefox, welches durch den Benutzer erst explizit aktiviert werden muss, sehr spezifische und detaillierte Daten zu bestimmten Teilen des Browser-Codes analysiert, liefert FHR eine begrenze Menge an Daten, welche relevant zur Verbesserung der Produkt-Qualität sein soll.

Standardmäßig soll FHR in Firefox aktiviert sein, aber durch den Anwender abschaltbar (Opt-Out) und die Daten jederzeit löschbar sein. Beim Start soll der Anwender erklärt bekommen, was FHR macht, und die Möglichkeit erhalten, dieses zu deaktivieren. Außerdem soll ein Feature in Firefox integriert werden, welches visualiert, wie der Browser im Vergleich zu anderen Browser-Konfigurationen abschneidet und was der Benutzer tun kann, um die Performance zu verbessern. Beispielsweise soll dieser erkennen können, ob er mit einem bestimmten Performance-Problem alleine ist oder dieses vielleicht in Zusammenhang mit einem bestimmten Add-on steht und ein Upgrade auf eine neuere Version eventuell helfen kann.

Die Daten werden bei FHR mit einer Document ID verknüpft, welche mit der Browser-Instanz korrespondiert, so dass die Daten über einen begrenzten Zeitraum miteinander in Verbindung gebracht werden können. Es findet allerdings kein Tracking des Benutzers statt, es werden also keine Webseitenbesuche, E-Mail-Adressen, Logins, Downloads, Suchen oder andere Daten gesammelt und übertragen, welche einen als bestimmter User identifizieren können. Auch wird nicht die IP-Adresse des Benutzers gespeichert, diese wird allerdings dazu verwendet, das Land zu ermitteln.

Reingeschaut: Preview-Version von Firefox für Metro

Bald schon wird Mozilla eine erste Preview-Version von Firefox inklusive Metro-Oberfläche für Windows 8 veröffentlichen. Ich habe vorab bereits einen ersten Blick auf eine frühe Entwickler-Version geworfen.

In Windows 8 gibt es nicht nur den altbewährten Desktop-Modus, dort gibt es mit Metro, oder wie es mittlerweile korrekterweise heißen müsste, Modern UI, noch eine zweite, vor allem aber nicht nur für Tablets optimierte Oberfläche. Für diese gelten auch spezielle Anforderungen an die Programme, welche auf dieser Oberfläche laufen. Besser gesagt: Hierfür muss fast schon ein ganz neues Programm geschrieben werden. Und natürlich arbeitet auch Mozilla mit Hochdruck an einer Firefox-Version für Metro.

Die Metro-Version wird dabei Bestandteil der regulären Firefox-Version sein, das heißt, eine zusätzliche Firefox-Version parallel zur normalen Firefox-Version ist nicht notwendig. Mozilla möchte zeitnah eine erste Preview-Version veröffentlichen. Noch keine finale Version, noch keine Beta-Version. Das heißt, diese Version spiegelt weder funktional noch optisch das fertige Endprodukt wieder. Sie gibt aber einen frühen Einblick in den aktuellen Stand. Noch ist es nicht so weit und auch steht mir kein Windows 8-Testsysten zur Verfügung, aus diesem Grund habe ich mir den aktuellsten Sourcecode heruntergeladen und auf Mac OS X 10.8 kompiliert und den Metro-Firefox ausgeführt. Für einen ersten Einblick soll die Tatsache, dass das Ganze auf Mac OS X läuft, aber nicht weiter ins Gewicht fallen. Sobald es eine erste Beta-Version gibt, wird es auf dieser Seite natürlich auch einen ausführlichen Bericht geben – selbstverständlich auf Windows 8.

Optisch ist die neue Oberfläche bewusst sehr schlicht gehalten. Und sie wirkt sehr grau. Der grundsätzliche Aufbau weiß aber zu gefallen, wirkt doch alles sehr aufgeräumt. Die Startseite, die direkt bei Programmstart erscheint, zeigt ein paar Lesezeichen, zeigt ein paar Einträge aus der Chronik und zeigt ein paar Downloads. Ganz oben gibt es die Adressleiste und einen Button für die Tabs, welche standardmäßig nicht sichtbar sind.

Über einen Button lassen sich dann die Tabs oberhalb der Adressleiste anzeigen und neue Tabs öffnen. Die Seiten werden dabei inklusive Vorschaubild angezeigt. Die Chronik wird noch während der Eingabe eines Begriffes in die Adressleiste durchsucht und die Ergebnisse direkt unterhalb der Adressleiste angezeigt, außerdem wird eine Suche des entsprechendes Begriffes auf verschiedenen Suchmaschinen angeboten.

Die Tabs lassen sich übrigens auch dauerhaft oben anzeigen. Entscheidet man sich hierfür, sieht man anstelle der Seiten mit Vorschaubilder eine klassische Tableiste. Natürlich mit etwas größeren Tabs als man sie vom Desktop her kennt, damit es gut auf dem Tablet bedienbar bleibt.

Mit einer Geste lässt sich am unteren Bildschirmrand eine orangefarbene Leiste einblenden. Diese bringt nicht nur Farbe, sondern auch Funktion in Firefox. Beispielsweise lassen sich hierüber Seiten zu den Lesezeichen hinzufügen respektive entfernen oder die Suchfunktion auf der Seite nutzen.

Auch kann hierüber eine Ansicht der Downloads aufgerufen werden.

Dies war ein erster Einblick in eine frühe Entwicklerversion von Firefox für Windows Metro. Ich werde am Ball bleiben und den Fortschritt beobachten. Übrigens: Flash-Unterstützung wird es in der ersten Preview-Version nicht geben. Auch Add-ons wird man vergebens suchen. Aber mehr zu den Features und Nicht-Features gibt es dann, sobald die Metro-Version den Betastatus erreicht.

Abschließend habe ich noch ein Bildschirmvideo aufgenommen, welches das Ganze in Bewegung zeigt (Auflösung von 720p empfohlen):

ZTE Smartphone mit Firefox OS kommt Anfang 2013

Der chinesische Telekommunikationsausrüster ZTE wird Ende 2012 oder Anfang 2013 ein Smartphone mit Mozillas Betriebssystem Firefox OS auf den Markt bringen, wie das Wall Street Journal, Bloomberg und auch Reuters berichten.

Hierzulande ist ZTE vielleicht noch nicht ganz so populär als Smartphone-Hersteller, doch handelt es sich bei ZTE weltweit immerhin um den fünftgrößten Smartphone-Hersteller nach Samsung, Apple, Nokia und HTC. Und hat ehrgeizige Ziele – bis 2015 möchte man zu den drei größten Handy-Herstellern der Welt gehören.

Derzeit besteht das Smartphone-Portfolio von ZTE zu 90% aus Android-Phones, die restlichen 10% sind Smartphones mit Windows Phone. Man wolle sich bei ZTE aber nicht auf Android und Windows Phone alleine verlassen und die Abhängigkeit von Google und Microsoft reduzieren. Auch habe man schon länger Interesse an einem webbasierten Betriebssystem für Smartphones, aber nicht vor, eines der von Baidu oder Alibaba in China entwickelten Betriebssysteme zu unterstützen, wie auf ZDNet geschrieben steht.

Vor allem die Patentsituation rund um Android oder die Abgaben, welche mit jedem verkauften Smartphone mit Windows Phone als Betriebssystem an Microsoft zu verrichten sind, machen ein System wie Firefox OS für Smartphone-Hersteller attraktiv. Für jedes Smartphone mit Windows Phone seien zwischen 20 und 30 Dollar zu zahlen, schreibt The Verge. Dazu stellt Firefox OS keine hohen Anforderungen an die Hardware, was die Produktion sehr günstiger Geräte erlaubt.

ZTE soll mit einem regionalen Mobilfunkanbieter außerhalb Chinas zusammenarbeiten. Welcher das ist, ist derzeit noch genauso unklar wie die genauen Hardware-Spezifikationen des Smartphones von ZTE. Da Qualcomm als Partner von Mozilla aber bereits bekannt ist, ist es nicht unwahrscheinlich, dass dort eine Snapdragon-CPU die Arbeit verrichten wird.

Auch vom chinesischen Hersteller TCL ist bekannt, dass man Smartphones mit Firefox OS unter der Marke Alcatel auf den Markt bringen wird. Weitere Informationen dazu liegen noch nicht vor. Anfang 2013 wird Telefónica in Brasilien die ersten Geräte unter der Marke Vivo vermarkten. Mit der Deutschen Telekom, Sprint, Smart Telecom, Telecom Italia, Etisalat sowie Telenor haben bereits einige weitere internationale Netzbetreiber ihre Unterstützung zugesichert.

Mac OS X: Änderungen an den Benachrichtigungen von Firefox & Thunderbird

Nutzer von Firefox und Thunderbird auf Apples Betriebssystem Mac OS X müssen sich eventuell auf eine Änderung einstellen, welche die Benachrichtigungen beispielsweise beim Erhalt von neuen E-Mails oder abgeschlossenen Downloads betrifft.

Unter Nutzern von Mac OS X ist Growl für Programm-Benachrichtigungen relativ populär. Auch Firefox und Thunderbird haben Growl für ihre Benachrichtigungen genutzt, sofern Growl installiert war.

Wer Mac OS X in Version 10.8 benutzt, sieht ab Firefox 17 / Thunderbird 17 keine Growl-Benachrichtigungen mehr. Stattdessen wird die von OS X 10.8 eingeführte Mitteilungszentrale nun unterstützt. Die Mitteilungszentrale benachrichtigt allerdings im Gegensatz zu Growl nur, wenn die Anwendung nicht gerade im Vordergrund ist (OS X Standard).

Mit Version 18 von Firefox und Thunderbird wird die Unterstützung von Growl komplett entfernt. Nutzer von Mac OS X 10.6 und Mac OS X 10.7 erhalten dann überhaupt keine Benachrichtigungen mehr, auch wenn Growl installiert ist. Als Gründe für die Entfernung der Unterstützung von Growl werden Performance-, Sicherheits- und Kompatibilitätsprobleme in der Vergangenheit sowie die nicht unbedeutende Menge an dafür notwendigem zusätzlichen Code genannt.

Firefox “Doodles” – Firefox-Startseite bewirbt Android-Version

Googles Suchmaschine ist bekannt für sogenannte “Doodles”. Immer wieder zeigt sich das Logo auf Googles Websuche in ungewohnter Form und steht damit jeweils für ein bestimmtes Thema. Anlässlich der Olympischen Spiele hat sich auch die Startseite von Firefox erstmals besonders präsentiert. Nun gibt es neue “Firefox Doodles”.

Wer derzeit die Startseite about:home von Firefox aufruft, kann hier auf die Anwesenheit eines kleinen Android-Roboters stoßen. Mozilla hat drei Versionen in Umlauf gebracht, welche die Android-Version von Firefox bewerben sollen. Folgendes Video zeigt einen Zusammenschnitt der drei verschiedenen Android-Animationen:

Mozilla plant WebRTC-Unterstützung für Firefox 18

WebRTC steht für Web Real-Time Communication und hat das Potential, zukünftig eine wichtige Rolle im Web zu spielen. WebRTC soll Voice over IP, Chat und auch Videotelefonie über den Browser ermöglichen – ganz ohne Plugin. Unter anderem Mozilla, Google und Opera arbeiten an Implementierungen, WebRTC ist außerdem auf dem Weg, ein W3C-Standard zu werden. In Mountain View strebt man Firefox 18 als Ziel für die Unterstützung von WebRTC an.

Vielversprechend für Endanwender…

Mittels WebRTC lassen sich Multimedia-Inhalte direkt im Browser aufnehmen, kodieren und Peer-to-Peer in Echtzeit übertragen. Eine denkbare Anwendung hier wäre eine Art Skype im Browser. Ohne dass hierfür ein Browser-Plugin installiert werden müsste. Und im Idealfall browserübergreifend in allen modernen Browsern. Es klingt fast zu schön um wahr zu sein, könnte in ein paar Jahren aber selbstverständlich und nicht mehr wegzudenken sein.

Bildquelle: people.mozilla.com/~jboriss

… wie auch für Webentwickler

Und nicht nur für den Endanwender ist WebRTC toll. Webentwickler können sich darüber freuen, dass WebRTC vergleichsweise einfach für eigene Anwendungen benutzt werden kann. Dies ist ein ganz entscheidender Punkt, denn der Erfolg einer Technologie hängt ganz wesentlich davon ab, ob sie verwendet wird und dazu darf die Verwendung der Technologie keine Wissenschaft sein.

WebRTC-Unterstützung in Firefox

Und wann wird Mozilla WebRTC unterstützen? Mozilla plant bereits in Firefox 18 volle WebRTC-Unterstützung. Nach derzeitigem Stand wird Firefox 18 am 08. Januar 2013 veröffentlicht werden. Natürlich wird es dann noch seine Zeit dauern, bis es reale Anwendungen gibt, welche das Potential von WebRTC vollständig nutzen werden, aber der Grundstein und nächste Schritt in ein pluginfreies Web sind damit dann gelegt.

Neues aus der Mozilla Design-Schmiede #3

Neues aus der Mozilla Design-Schmiede. Unter diesem Titel wird in regelmäßigen Abständen über aktuelle Mockups, Design-Experimente und Ähnliches berichtet. Manches davon wird in dieser oder ähnlicher Form sicher den Weg in ein Mozilla-Produkt finden, anderes wird vielleicht nie über den Status eines Entwurfes oder Experiments hinausgehen, viele Ideen entwickeln und verändern sich über die Zeit und diese Entwicklungen werden wir in dieser offenen Serie beobachten können. Und manches wird zur Spekulation anregen.

Neuer Tab-Modus: Seitlich platzierte Tabs

Frühere Mockups zum Anpassen der Benutzeroberfläche haben es bereits angedeutet – zukünftig könnte es einen Modus geben, welcher es erlaubt, die Tabs nicht horizontal über der Adressleiste, sondern seitlich untereinander anzuzeigen. Eine solche Darstellung ergibt durchaus Sinn, ist die Bildschirmhöhe doch eher begrenzt, während in der Breite häufig viel leerer Platz auf Webseiten vorhanden ist. Ein neuer Design-Entwurf zeigt, wie dies aussehen könnte. Eine weitere Eigenschaft dieser Darstellung: Die Seiten werden inklusive Vorschaubild angezeigt. Ebenfalls interessant ist hier die Darstellung der Haupt-Toolbar, welche sich optisch auffällig von den übrigen Australis-Designs abhebt.

Bildquelle: dropbox.com

Neue UI-Elemente für Add-ons

Viele Add-ons legen standardmäßig ein Symbol in der Add-on-Leiste von Firefox ab. Wie sich zeigt, bevorzugen viele Anwender wie auch Entwickler allerdings ein Symbol in der Haupt-Toolbar ihres Browsers. Deswegen plant Mozilla, dass Erweiterungen ihre Symbole in der Zukunft eben dort auch standardmäßig anzeigen. Damit bei vielen installierten Erweiterungen die Haupt-Toolbar nicht von Symbolen dominiert wird, welche von Erweiterungen kommen, sollen diese nur einen festgelegten Bereich für sich beanspruchen – weitere Symbole werden dann über einen Button in einer Liste angezeigt.

Weitere Mockups zeigen Toolbars, Sidebars und Panels.

Bildquelle: people.mozilla.com/~shorlander

getUserMedia: Zugriff auf Kamera und Mikrophon

getUserMedia soll Webanwendungen den Zugriff auf die Kamera und das Mikrophon erlauben, ohne dass hierfür ein Browser-Plugin notwendig wäre. Das folgende Mockup zeigt wie die dazugehörigen Web-Elemente für die Kamera- beziehungsweise Mikrophon-Freigabe sowie die Erlaubnisanfrage per Doorhanger-Panel in der ersten, für Firefox 18 geplanten, Version aussehen könnten. Letzteres sollte man sich allerdings in einem hellen Grau und nicht in Schwarz vorstellen, da die Farbe der Doorhanger-Panels auf Mac OS X ab Firefox 17 grau und nicht länger Schwarz ist, wie auch auf Windows. Der letzte Teil des Bildes zeigt die Kennzeichnung innerhalb der Benutzeroberfläche, wenn Video oder Audio in Echtzeit gestreamt wird. Dann erscheint ein zusätzliches Icon im Tab, außerdem wird eine grüne Linie am oberen Rand des Tabs angezeigt. Beide Indikatoren bleiben auch sichtbar, wenn der entsprechende Tab nicht aktiv ist.

Bildquelle: people.mozilla.com/~jboriss

Neues Layout für Webentwickler-Werkzeuge

Mozilla arbeitet verstärkt an der Integration von Werkzeugen für Webentwickler. Bei der Masse an bereits vorhandenen und noch geplanten Tools muss man sich auch Gedanken über ein Layout machen, welches dem Webentwickler einen möglichst guten Workflow bietet. Die folgenden Wireframes zeigen, wie die Entwickler-Werkzeuge in Tabs und Buttons eingeteilt sind, wobei sich die Tabs auch per Drag & Drop verschieben oder per Doppelklick minimieren lassen sollen. Auch ein Ausblenden nicht benötigter Tabs soll per Menübutton möglich sein. Die Sidebars der Entwicklerwerkzeuge sollen dem Entwurf nach nicht mehr über die gesamte Höhe des Browserfensters gehen, sondern nur die Höhe des Bereiches unterhalb der Werkzeug-Tabs einnehmen.

Bildquelle: briandils.com

IonMonkey beschleunigt JavaScript-Engine von Firefox 18

Mozillas JavaScript-Engine wird schneller. In der aktuellsten Entwicklerversion von Firefox 18 ist nach mehr als einem Jahr Arbeit der neue Just-in-Time-Compiler (JIT) IonMonkey gelandet.

Technischer Überblick

TraceMonkey sowie JägerMonkey haben JavaScript-Code bislang immer direkt und ohne Zwischenschritt in Maschinencode übersetzt. Mit der neuen IonMonkey-Architektur übersetzt Mozillas JavaScript-Engine SpiderMonkey nun den JavaScript-Code als erstes in eine Intermediate Representation-Schicht (IR) und kann hier verschiedene Algorithmen laufen lassen, um den Code anschließend auf dieser Schicht zu optimieren. Dann erst wird der IR-Code in Maschinencode übersetzt. Dadurch kann nicht nur die Geschwindigkeit von JavaScript-Anwendungen beschleunigt werden, auch macht es das Entwickeln weiterer Optimierungen der Engine einfacher, da es IonMonkey erlaubt, weitere Algorithmen zur Optimierung wie eine Art Plugin zu integrieren und so den Effekt der jeweiligen Optimierung zu testen. IonMonkey ist für lang laufende Anwendungen ausgelegt, sehr kurz laufende Anwendungen greifen weiter auf JägerMonkey zurück.

Performance-Gewinn in Benchmarks

Wie immer gilt bei Benchmarks der obligatorische Hinweis, dass diese mit Vorsicht zu genießen sind, weil sich die Egebnisse je nach Systemkonfiguration unterscheiden und man auch immer damit rechnen muss, dass Hersteller gewisse Optimierungen für Benchmarks treffen. Trotzdem sind Benchmarks sehr gut dafür geeignet, Verbesserungen an der Engine festzustellen.

In Mozillas Kraken-Benchmark hat Entwickler David Anderson einen Geschwindigkeitsvorteil von 26% gegenüber Firefox 17 mit IonMonkey festgestellt, in Googles V8-Benchmark schneidet die Firefox 18-Entwicklerversion 7% besser als Firefox 17 und 20% besser als Firefox 15 ab. Weitere Optimierungen an IonMonkey sollen in den nächsten Monaten folgen.

Zeitplan

IonMonkey ist den Nightly-Builds von Firefox 18 bereits aktiviert. Firefox 18 wird aller Voraussicht nach am 12. Oktober als Aurora- und am 22. November als Betaversion veröffentlicht werden. Die finale Version soll dann am 08. Januar 2013 erscheinen.

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