Mozilla bringt alte Funktion zurück in Firefox: alle Livemarks in Tabs öffnen

Mozilla bringt in Firefox 41 eine alte Funktion zurück, die seit dem Entfernen vor über drei Jahren von vielen schmerzlich vermisst worden ist: das Öffnen aller Seiten eines dynamischen Lesezeichens in Tabs, ohne jede Seite einzeln öffnen zu müssen.

Dynamische Lesezeichen oder auch Livemarks sind ein Feature von Firefox, um den Feed einer Webseite als Lesezeichen zu setzen und darüber immer die aktuellsten Schlagzeilen der jeweiligen Webseite zu erhalten.

In Firefox 13 ist als Nebenwirkung von Performance-Verbesserungen eine Funktion dem Rotstift zum Opfer gefallen, welche es ermöglichte, alle Seiten mit einem Klick in Tabs zu öffnen. Dies hatte bei einigen Nutzern für Unzufriedenheit gesorgt. Mehr als drei Jahre später feiert diese Funktion nun ihr Comeback.  Das Feature ist bereits in der Nightly-Version sowie Developer Edition von Firefox 41 gelandet, deren finale Ausgabe für den 22. September erwartet wird.

Firefox OS in weiteren Ländern verfügbar

Firefox OS findet weitere Verbreitung. In den letzten Wochen gab es neue Marktstarts für Mozillas Betriebssystem in Afrika, Zentralamerika und Asien.

Smartphones mit Firefox OS sind in immer mehr Ländern verfügbar. In den letzten zwei Monaten sind wieder einige Marktstarts dazugekommen, insbesondere in Afrika. So bietet Orange das von Alcatel One Touch gefertigte Smartphone Orange Klif nun auch in Botswana, Kamerun, Mauritius, Niger, Kenia sowie der Elfenbeinküste an.

Telefónica hat derweil über seine Movistar-Marke das Alcatel One Touch Fire C in El Salvador (Zentralamerika) verfügbar gemacht, der philippinische Hersteller Cherry Mobile hat das Cherry Mobile Ace nach Myanmar (Asien) gebracht.

Update 15.7.: Mittlerweile hat Organge das Orange Klif auch in Zentralafrika auf den Markt gebracht.

Firefox aktualisiert sich nicht auf die neuste Version? Mögliche Ursache

Im Firefox-Support kommt es derzeit vermehrt zu Meldungen, dass sich Firefox nicht auf die neuste Version aktualisiert. Grund ist dabei häufig eine Manipulation von Außen, welche die Firefox-Updates deaktiviert und damit Firefox angreifbar macht.

Firefox-Nutzer sollten überprüfen, ob sie die neuste Version von Firefox nutzen. Aktuell ist nach heutigem Stand Firefox 39.0. Im Firefox-Support gibt es derzeit vermehrt Nutzerberichte, nach denen sich Firefox nicht auf die aktuellste Version aktualisiert. Grund hierfür sind folgende Einträge in der Datei user.js im Profilverzeichnis von Firefox:

user_pref("app.update.enabled", false);
user_pref("app.update.auto", false);
user_pref("app.update.silent", false);
user_pref("app.update.staging.enabled", false);

Da diese Einträge in den berichteten Fällen nicht von den Nutzern selbst vorgenommen worden sind, ist klar, dass hier eine unerwünschte Manipulation von Außen vorliegt. Als Motiv ist hier eigentlich nur eine Sache vorstellbar, nämlich Firefox anfällig für Angriffe zu machen, indem die Updates deaktiviert werden, womit sich das Gefahrenpotential mit jeder neuen Firefox-Version weiter erhöht, da immer mehr Sicherheitslücken bekannt und nicht behoben sein werden, wenn dies vom Nutzer unbemerkt bleibt.

In das Profilverzeichnis von Firefox gelangt man, indem man about:support in die Adressleiste eingibt und Enter drückt. Dort findet man eine Schaltfläche, über welche das Firefox-Profil geöffnet werden kann. Wer dort eine Datei mit dem Namen user.js findet, sollte den Inhalt überprüfen und die Datei ggfs. löschen. Außerdem empfiehlt sich in dem Fall, das System mittels Sicherheitssoftware auf unerbetene Gäste hin zu überprüfen.

Firefox 42: Integration in Windows 10 Suche

Windows 10 besitzt ein sehr prominent positioniertes Suchfeld, über welches nicht nur der Computer, sondern auch das Web durchsucht werden kann. Firefox erlaubt ab Version 42 die in Firefox eingestellte Standard-Suchmaschine als Suchmaschine für Windows 10 zu verwenden.

Das Suchfeld von Windows 10 öffnet die Suchergebnisse im vom Benutzer eingestellten Standardbrowser und verwendet dafür standardmäßig Microsoft Bing als Suchmaschine. Firefox besitzt ab Version 42 eine neue Option in den Sucheinstellungen, welche die eingestellte Standard-Suchmaschine von Firefox zur genutzten Suchmaschine für die Suche in Windows 10 macht. So lassen sich Suchen in der Lieblingssuchmaschine durchführen, ohne dass man erst Firefox in den Vorgrund holen muss.

Update 31.7.: Dieses Feature hat den direkten Sprung in Firefox 40 geschafft und steht damit zwölf Wochen früher zur Verfügung.

Geeksphone zieht sich aus dem Smartphone-Geschäft zurück

Schlechte Nachricht für Besitzer eines Smartphones von Geeksphone: der spanische Hersteller hat heute offiziell seinen Abschied aus dem Smartphone-Geschäft verkündet.

Im Geeksphone-Forum aktive Forenleser wissen bereits seit vergangenen Monat, dass Geeksphone die Entwicklung an Firefox OS für seine Smartphones für beendet erklärt hat und demnach keine weiteren Updates für das Geeksphone Revolution zu erwarten sind. Heute folgte die offizielle Presseankündigung, welche den Rückzug aus dem Smartphone-Markt besiegelt.

Das spanische Unternehmen Geeksphone wurde 2009 vom damals erst 16-Jährigen Javier Agüera, Rodrigo Silva-Ramos sowie María Alzola gegründet und war der erste europäische Hersteller, welcher ein Android-Smartphone auf den Markt gebracht hat. Geeksphone war außerdem der erste Hersteller weltweit, der Smartphones mit Firefox OS angeboten hat, nämlich das Keon und das Peak. 2013 hat man das Joint Venture SGP Technologies gemeinsam mit dem Schweizer Unternehmen Silent Circle gegründet und vertrieb darüber das besonders auf Privatsphäre ausgelegte Smartphone Blackphone mit dem auf Android basierenden, aber nicht freien Betriebssystem Silent OS. Anfang des Jahres hat Silent Circle Blackphone zu 100 Prozent übernommen und wird voraussichtlich im September das Blackphone 2 auf den Markt bringen. Das aktuellste Firefox OS-Smartphone von Geeksphone ist das Revolution, welches sowohl Firefox OS als auch Android unterstützt.

Geeksphones Entwickler verstärken nun Javier Agüera und das Blackphone-Team. María Alzola hat das Unternehmen verlassen. Rodrigo Silva-Ramos hat gemeinsam mit Angel Sánchez Díaz geeks!me gegründet, wo man sich der Entwicklung von Wearables wie Smartwatches widmet und in den nächsten Monaten das erste Produkt auf den Markt bringen möchte.

Finale 64-Bit-Version von Firefox für Windows ab Firefox 40 geplant

Mozilla nähert sich mit großen Schritten der erstmaligen Veröffentlichung einer finalen 64-Bit-Version von Firefox für Windows. Mit dem nächsten großen Update soll es endlich soweit sein.

Wer eine 64-Bit-Version von Firefox für Windows nutzen möchte, der hat bereits seit vielen Jahren die Möglichkeit, sich eine entsprechende Nightly-Version zu installieren. Seit Ende Februar gibt es auch eine 64-Bit-Ausgabe der Firefox Developer Edition, seit Anfang April und Version 38 außerdem eine 64-Bit-Ausgabe der Firefox Beta. Nun wird es endlich konkret, was die Veröffentlichung einer finalen 64-Bit-Version betrifft: mit Firefox 40 soll es endlich soweit sein. Läuft alles nach Plan, dann erscheint Firefox 40 am 11. August, also in weniger als fünf Wochen.

Weitere Informationen

Bug 1180792 – enable 64-bit windows builds on release channel
Bug 1181014 – Make Firefox 40 win64 builds on the Release channel available on mozilla.org

Update 30.7.: Mozilla hat sich aufgrund diverser Verbesserungen in Firefox 41 dazu entschieden, die Veröffentlichung der finalen 64-Bit-Version von Firefox für Windows noch einen Release zurückzuhalten.

Folks, we’ve decided not to release win64 builds in Fx40. We have many improvements coming in 41 — sandboxing and NPAPI whitelisting, and possiblysome other fixes — and it makes sense to hold. I as much as anyone want to see64 launch, but given the enthusiasm, it’s better to wait for a product that has safety and polish 41 will bring.

Mozillas Pläne für Firefox: Features als Add-ons, mehr Fokus auf Qualität

Mozilla hat seine Pläne für die Zukunft von Firefox bekannt gegeben und möchte vor allem mehr Fokus auf Qualität legen. Features, welche Dienste integrieren, wie Hello oder Pocket, sollen in Zukunft als System-Add-on ausgeliefert werden.

In einem Artikel auf dem Future Releases-Blog hat Mozilla bereits vor wenigen Tagen angedeutet, was die drei Säulen sein sollen, welche die Zukunft von Firefox bestimmen: Uncompromised Quality, Best Of The WebUniquely Firefox.

Firefox

Während dieser Artikel mehr Marketing-orientiert war und inhaltlich nicht viel Spannendes erzählt hat, hat sich Dave Camp, welcher im Mai erst von der Position des Director of Engineerings der Firefox-Entwicklerwerkzeuge in die Position des Director of Engineerings von Firefox gewechselt war, mit konkreteren Details in Form zweier Themen auf Mozillas Mailingliste firefox-dev ([1], [2]) zu Wort gemeldet.

Mehr Fokus auf Qualität

Wie Dave Camp schreibt, hat Mozilla ein internes Programm gestartet, welches auf den Namen „Great or Dead“ hört. Dieses beinhaltet, dass jedes Feature von Firefox Freude bei der Benutzung machen sollte und wenn dies nicht erreicht werden kann, Mozilla dies gar nicht erst machen sollte. In manchen Fällen bedeute dies, mehr Zeit zu investieren, um ein bestimmtes Feature entsprechend gut zu bekommen, in manchen Fällen meint dies das Entfernen von Code, für den keine Hoffnung besteht, dass Mozilla diesen auf absehbare Zeit verbessern wird. In anderen Fällen meint dies das Finden von Drittanbieter-Diensten und Add-ons, welche die Aufgabe besser umsetzen als Mozilla es könne. Es sei zu erwarten, dass sich ein Teil von Mozillas Anstrengungen von der Implementierung neuer Features dahin verlagern wird, bestehende Features zu verbessern, dass sie wieder Mozillas Standards erreichen.

In diesem Zusammenhang wird noch einmal Electrolysis, kurz: e10s, Mozillas Multiprozessarchitektur für Firefox, als wichtige Voraussetzung hervorgehoben. Dies sei der einzige Weg, um Firefox so flott zu bekommen, dass er sich auch wirklich großartig anfühlt.

Integration von Partner-Diensten, bessere Add-ons

Camp schreibt, dass man zuletzt verstärkt mit Partnern gearbeitet hat, die dabei geholfen haben, Teile zu entwickeln, die Mozilla nicht alleine bereitstellen könne, Hello (in Zusammenarbeit mit Telefónica entwickelt) und Pocket werden als aktuelle Beispiele genannt. Man habe auch mit Pocket zusammengearbeitet, dass diese ihre Datenschutzgrundsätze anpassen, damit diese besser mit den Grundsätzen von Mozilla vereinbar seien, ebenfalls habe man darauf geachtet, dass der damit zusammenhängende Code, der mit Firefox ausgeliefert wird, angemessen lizenziert ist. Aber es hätte auch Einwände der Nutzer gegeben, mit denen man sich beschäftigen müsse. Dabei stimmt Camp der Kritik zu, die es für die direkte Integration in Firefox gab, stattdessen hätte Pocket aus Sicht einiger Nutzer als mit Firefox gebündeltes Add-on ausgeliefert werden sollen. Man wolle dies für Pocket sowie für alle zukünftigen Partner-Integrationen korrigieren. Auch die prominente Darstellung auf dem Hauptbildschirm sei nicht optimal, da dies keine Lösung sei, die gut skaliert, insbesondere, wenn Mozilla in Zukunft mit weiteren Partnern zusammenarbeitet. Man müsse herausfinden, was der beste Weg sei, um solche neuen Dienste in der Oberfläche darzustellen.

Weiter beabsichtige man, einen bedeutenden Aufwand zu investieren, um Add-ons noch besser zu machen, indem man sowohl die Sicherheit als auch die Performance verbessere und bessere APIs baue, welche die plattformübergreifende Kompatibilität verbessern, um es für Partner und Entwickler von Add-ons einfacher zu machen.

Feature-Fokus auf Themen, welche Firefox zum Browser der Wahl gemacht haben

Neue Feature sollen vor allem Bereiche betreffen, welche Firefox überhaupt erst zum Browser der Wahl für die Nutzer gemacht haben, was im Falle von Firefox in erster Linie Features bedeutet, welche dem Nutzer mehr Kontrolle geben. Beginnen wolle man hier mit dem Thema Online-Privatsphäre und wird in Kürze einen verbesserten privaten Modus in Firefox integrieren.

Go Faster: Schnellere Auslieferung von Verbesserungen, Features als Add-ons

Auf den Projektnamen Go Faster hört ein Projekt mit dem Ziel, Verbesserungen schneller auszuliefern, außerdem die Download- und Updatezeiten zu verringern, ebenso die Zeit, die es für Mozilla benötigt, eine neue Version zu erstellen und zu veröffentlichen. Kritische Fixes sollten innerhalb von Minuten, nicht von Tagen den Nutzer erreichen. Einzelne Features sollen zum Testen an Teile der Nutzer ausgeliefert werden können.

Die Projektseite im Mozilla Wiki zeigt auch noch einmal den Plan, Features, welche Dienste integrieren, als Add-ons auszuliefern und damit von der Entwicklung des Browsers zu entkoppeln. Diese System-Add-ons lassen sich zwar nicht komplett deinstallieren, aber über den Add-on Manager deaktivieren. Auf der Wiki-Seite wird auch die Auslagerung von Firefox Hello als ein solches System-Add-on genannt. Die Übersetzungen sollen ebenfalls auf diese Weise entkoppelt werden, die Sprache könnte dann über den Installer als Teil des Installationsprozesses heruntergeladen werden.

Das Ende der Ära von XUL und XBL wird eingeläutet

Eine Besonderheit von Firefox ist, dass auch die Oberfläche von Firefox teilweise auf Webstandards basiert und via JavaScript und CSS angesprochen werden kann. Teilweise, weil Firefox nach wie vor auch auf XUL und XBL basiert. Diese Mozilla-Standards sollten einst die Lücke füllen, welche HTML/CSS/JavaScript nicht schließen konnten. Mittlerweile haben sich die Webstandards aber enorm weiterentwickelt, während XUL und XBL keine Webstandards sind. Da XUL/XBL nicht die gleiche Aufmerksamkeit erhalten wie Webstandards würden Performance-Probleme auch nicht behoben und die Komplexität innerhalb der Gecko-Engine erhöhe die Mozilla-spezifische Technologie ebenfalls. Daher beabsichtige man, Firefox vom Einsatz von XUL und XBL wegzubewegen. Die Planungen hierzu seien aber noch in einem ganz frühen Stadium. Vor allem die Kompatibilität von Add-ons dürfte hier eine große Hürde sein. Dies kann also eher als ein langfristiges Vorhaben verstanden werden.

Änderung des User-Agents von Firefox 41+ für Android

Entwickler, welche User-Agent-Sniffing betreiben, müssen sich auf eine Änderung des User-Agents von Firefox für Android erstellen. Diesen wird Mozilla aller Voraussicht nach mit Firefox 41 ändern.

Browser senden bei jedem Seitenaufruf einen sogenannten User-Agent an die jeweilige Webseite. Dieser beinhaltet Informationen über das verwendete Betriebssystem, den Browser sowie die Browserversion und wird von Webseiten häufig benutzt, um unterschiedliche Versionen einer Webseite an Systeme mit unterschiedlichen Fähigkeiten bereitzustellen. Um die Kompatibilität mit Webseiten zu verbessern, wird Mozilla voraussichtlich ab Version 41 einen geänderten User-Agent in Firefox für Android senden, welcher zusätzlich die verwendete Android-Version beinhaltet. Damit ist der User-Agent nach folgendem Schema aufgebaut:

Mozilla/5.0 (Android ; Mobile; rv:) Gecko/ Firefox/

Dabei wird es noch eine Besonderheit geben: auf Geräten mit einer Android-Version kleiner als 4.0 wird Firefox als Versionsnummer Android 4.4 angeben. Bei Verwendung von Android 4.0 und höher wird die reale Android-Version angegeben.

Ein erster Ausblick auf Firefox OS 2.5

Die nächste große Veröffentlichung nach Firefox OS 2.2 trägt die Versionsnummer 2.5 und soll Anfang 2016 fertiggestellt werden. Dieser Artikel gibt einen ersten Ausblick auf die zu erwartenden Neuerungen.

Ende Juni hat sich ein großer Teil von Mozilla für ein paar Tage gemeinsam in Whistler zusammengefunden. Dort wurde erstmals Firefox OS 2.5 angekündigt. Mit dem Titel „It’s personal“ sowie der Beschreibung „The most customizable, secure, local and empowering Firefox OS experience yet“ wurden dabei auch schon die Schwerpunkte der neuen Version angedeutet, welche wie folgt lauten: „Add-ons, Updates, Private Browsing, Pin the Web, Performance, Battery Life“.

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Mittlerweile gibt es auch schon eine Wiki-Seite, welche mehr ins Detail geht. Das für viele vielleicht Wichtigste zuerst: der Terminplan. Bisher sind neue Versionen von Firefox OS seit dem Erscheinen von Firefox OS 1.2 im Abstand zweier Gecko-Versionen erschienen. Firefox OS 1.2 basierte auf Gecko 26, Firefox OS 1.3 auf Gecko 28 usw. bis schließlich Firefox OS 2.1 auf Basis von Gecko 34. Zwischen Firefox OS 2.1 und Firefox OS 2.2 lagen bereits drei Gecko-Versionen (Firefox OS 2.2: Gecko 37) und Firefox OS 2.2 kann in diesem Sinne als Langzeitversion verstanden werden, denn Firefox OS 2.5 wird auf Gecko 43 basieren. Der offizielle Entwicklungsstart war vor wenigen Tagen am 29. Juni, einzelne Features befinden sich schon länger in der Entwicklung, die geplante Feature Completion am ist am 2. November, die geplante Code Completion am 4. Januar 2016. Bis dann Firefox OS 2.5 auch offiziell auf Geräten erscheint, wird es hinterher natürlich auch noch einmal ein bisschen Zeit benötigen.

Es folgt eine Auflistung von Features, welche derzeit für Firefox OS 2.5 in Betracht gezogen werden. Es wird schnell klar: vieles dreht sich um Anpassbarkeit.

Wichtig: Sowohl die hier genannten Termine als auch der Funktionsumfang sind in keiner Weise als verbindlich anzusehen, Planungen können sich ohne weitere Ankündigung im Laufe der Entwicklung verändern. Die hier vorgestellte Featureliste ist ausdrücklich als Entwurf zu verstehen.

Add-ons. Mozilla möchte in Firefox OS das bringen, was den Desktop-Browser (neben anderen Dingen) so erfolgreich gemacht hat: Add-ons. Dabei beschränkt sich Mozilla nicht auf den Browser, Add-ons erlauben die Anpassung jeder beliebigen App per JavaScript und CSS. Man kann sich dies ähnlich wie GreaseMonkey für den Desktop-Firefox vorstellen. Siehe dazu auch die Dokumentation im Mozilla Developer Network. Natürlich gibt es auch einen Add-on Manager.

Add-ons direkt auf dem Gerät selbst erstellen. Mit dem Customizer-Add-on können direkt auf dem Gerät Add-ons erstellt werden. Damit ist der Customizer quasi ein Add-on zum Erstellen von Add-ons. Der Customizer öffnet die gewünschte App – inklusive der System-Apps – in einem Splitscreen: in der oberen Hälfte sieht man die eigentliche App, in der unteren Hälfte die Quelltextansicht der App. Darüber können die HTML-Elemente der App ausgewählt und bearbeitet werden. Die Änderungen können anschließend als Add-on gespeichert werden. Der Customizer kann entweder über einen Launcher gestartet werden oder auch aus jeder beliebigen App direkt für die entsprechende App mittlels Zwei-Finger-Wischgeste.

Hackerplace. Der Hackerplace dient derzeit als Marktplatz für experimentelle Apps und Add-ons. Möglicherweise wird man einen Bereich für die Add-ons aber auch direkt in den Firefox Marketplace integrieren.

Themes & Theme-Editor. Nicht nur die Funktionalität, sondern auch die Optik soll verändert werden können. Mit Firefox OS 2.5 möchte Mozilla Themes für Firefox OS einführen. Auch hier hat der Nutzer wieder selbst die Möglichkeit, kreativ zu werden: Die Studio-App erlaubt das Erstellen eigener Themes.

Austauschbarer Homescreen. Firefox OS besitzt bis einschließlich Version 1.4 mehrere Homescreens, zwischen denen per Wischgeste gewechselt werden kann. Seit Firefox OS 2.0 gibt es nur noch einen Homescreen, der dafür nach unten ins Endlose gescrollt werden kann. In beiden Fällen kann der Homescreen nicht vom Nutzer ausgetauscht werden. Firefox OS 2.5 soll die Möglichkeit bringen, neue Homescreens herunterladen und installieren zu können, ohne dass ein Neustart des Geräts notwendig ist.

Anpassbarkeit für Geräteanbieter. Ein weiterer Abschnitt in der vorläufigen Featureliste dreht sich unter der Bezeichnung „Late Customization“ um die Anpassbarkeit für Geräteanbieter. Der Anbieter soll beim ersten Start weitere Apps installieren können. Bisher ist es so, dass der Anbieter gewünschte zusätzliche Apps bereits mit dem Gerät ausliefern muss. Diese zusätzlichen Apps sollen über den Firefox Marketplace gehostet werden und können vom Nutzer natürlich auch gelöscht werden. Ebenso sollen zusätzliche Sprachen beim ersten Start installiert werden können.

Webmaker-App. Die Webmaker-App soll eine besonders einfache Oberfläche bereitstellen, um mobile Applikationen direkt auf dem Smartphone zu erstellen und zu veröffentlichen und damit letztlich Inhalte anderen Nutzern zur Verfügung zu stellen. Im Google Play Store steht die Webmaker-App als Betaversion für Android zum Download bereit und ist auch als Teil von Firefox OS 2.5 geplant.

Privatsphäre-Features. Es werden konkret zwei Features genannt: ein Tracking-Schutz, welcher dieselbe Blacklist nutzen soll wie der für die Desktop- und Android-Version von Firefox geplante Tracking-Schutz, sowie ein Privater Modus für den Browser.

Pin the Web. Die Idee hier ist es, jede beliebige Webseite und dank strukturierter Daten auch Fotos, Videos, Termine, Kontakte etc. mit wenigen Klicks auf dem Homescreen anpinnen zu können. Natürlich sind die angepinnten Inhalte auch darüber hinaus in das System integriert (Suche, Gruppierung im Taskmanager, Browser-Startseite). Das Konzept wurde in einem eigenen Artikel auf diesem Blog bereits ausführlich vorgestellt.

Performance. Mozilla möchte sowohl die Startgeschwindigkeit des Systems verbessern als auch die Zeit, welche eine App zum Öffnen benötigt.

Portierung erster Apps auf neue Architektur. Unter dem Codenamen „New Gaia Architecture“ oder kurz NGA arbeitet Mozilla an einer neuen Architektur für Apps, was vor allem der Performance zu Gute kommen soll, da Web-Apps nach Ansicht von Mozilla noch nicht so performant seien, wie sie sein könnten. In Firefox OS 2.5 sollen die ersten vier System-Apps für die neue Architektur portiert werden: Kontakte, SMS, Musik, FM-Radio.

Bessere RTL-Unterstützung. Mozilla möchte die Unterstützung für Sprachen, in denen von rechts nach links geschrieben wird, weiter verbessern.

Benutzbarkeit mit vollem Speicher. Firefox OS unterstützt derzeit nur unzureichend die Situation, wenn der Speicher des Gerätes voll ist, dann können einige Funktionen nicht mehr genutzt werden. Dies soll sich in Firefox OS 2.5 ändern.

Sprachsteuerung. Mit Firefox OS 2.5 sollen wenigstens acht konfigurierbare Sprachkommandos unterstützt werden, mit denen Nutzer Funktionen des Gerätes steuern können.

Updates. Als ein weiterer Punkt wird aufgeführt, Updates selbst direkt an die Contributors ausliefern zu können. Ob und inwiefern Endnutzer hiervon profitieren, lässt sich anhand der bislang nur wenig verfügbaren Informationen nicht herauslesen.

A/B-Tests. Für die Entwickler von Firefox OS soll es die Möglichkeit geben, A/B-Tests mit einem Teil der Nutzer durchzuführen.

Bugzilla Lite. Bugzilla Lite ist eine App, welche es Nutzern erlaubt, direkt auf dem Smartphone mögliche Fehler an Mozilla zu melden.

Support-App. Die BuddyUp-App (auch im Firefox Marketplace erhältlich) ist eine App, über welche Nutzer von Firefox OS Hilfe bei Problemen erhalten können.

Firefox: Änderung des Zeitplans bezüglich Signierung von Add-ons

Add-ons müssen in Zukunft von Mozilla signiert sein, damit sie in Firefox installiert werden können. Verpflichtend wird die Signatur nun eine Firefox-Version später als ursprünglich geplant.

Zum Schutz seiner Nutzer führt Mozilla eine Signaturpflicht für Add-ons ein. Für Add-on, welche auf Mozillas Add-on-Webseite AMO (addons.mozilla.org) gehostet werden, sollte sich dadurch nicht viel ändern, da die Signierung automatisch im Zuge des Reviews erfolgt. Wer sein Add-on auf einer anderen Webseite hostet oder ein fremdes Add-on zu privaten Zwecken selbst angepasst hat, kann dies auch weiterhin tun, muss dafür aber sein Add-on zur Signierung einreichen. Wie das funktioniert, kann hier nachgelesen werden. Normalerweise sollte auch dies kein Problem sein.

Der ursprüngliche Plan sah vor, nicht signierte Add-ons in Firefox 40 standardmäßig zu deaktivieren (mit der Option, die Signaturpflicht zu deaktivieren) und mit Firefox 41 die Signaturpflicht zu erzwingen. Dieser Zeitplan hat nun eine Korrektur erhalten. Firefox 40 soll zunächst nur warnen, die Deaktivierung nicht signierter Add-ons mit Firefox 41 erfolgen und erst mit Firefox 42 wird die Signierung von Add-ons dem neuen Plan nach verpflichtend sein. Firefox 42 erscheint voraussichtlich am 2. November.

Nichts ändert sich daran, dass die Signaturpflicht nur für finale sowie Betaversionen von Firefox gelten wird und in Firefox Nightly sowie Firefox Developer Edition deaktiviert werden kann. Darüber hinaus wird Mozilla spezielle Builds der finalen sowie Betaversionen ohne offizielles Firefox-Branding veröffentlichen, welche ebenfalls eine abschaltbare Signaturpflicht besitzen werden.

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