Mozilla: Servo noch mindestens zwei Jahre von Fertigstellung entfernt

Mozilla arbeitet an einer neuen Engine, welche auf den Namen Servo hört und in der sich ebenfalls noch in Entwicklung befindlichen Programmiersprache Rust geschrieben wird. Bis zur Fertigstellung wird es allerdings noch mindestens zwei Jahre dauern.

Mit Servo arbeitet Mozilla bereits seit vergangenem Jahr an einer komplett neuen Engine, welche moderne Hardware optimal nutzt und frei von Altlasten und Schwachstellen der aktuellen Gecko-Engine ist. Servo wird nicht etwa in C++, sondern in Mozillas eigener Sprache Rust geschrieben, welche bereits seit mehreren Jahren in Entwicklung ist und einige der Nachteile von C++ kompensieren soll. Einer der Vorteile von Rust ist, dass es für die Unterstützung mehrerer Prozessorkerne prädestiniert ist. Außerdem ist Rust standardmäßig sicher, was einen Großteil von Speicherfehlern verhindert und die Engine weniger anfällig für Abstürze und Sicherheitsprobleme macht.

Bis Servo in den Browser integriert und von Endnutzern genutzt werden kann, wird es allerdings noch mindestens zwei Jahre dauern. Das berichtet Golem.de unter Berufung auf Josh Matthews von Mozilla. Zumindest möchte man Servo in diesem Jahr soweit haben, dass mit dem Dogfooding begonnen werden könne, also dem breiteren Einsatz innerhalb von Mozilla.

Die Projekte Rust und Servo werden von Samsung unterstützt. Deren Ziel ist es, die Servo-Engine für ARM-CPUs und damit den Einsatz auf Smartphones zu portieren. Samsung soll im vergangenen Jahr 20 Mitarbeiter für die Entwicklung an Rust abgestellt haben.

LINE Messenger für Firefox OS veröffentlicht

LINE ist ein beliebter Messenger mit stark wachsender Nutzerbasis. Die dahinterstehende Firma hat nun LINE für Firefox OS veröffentlicht.

Die WhatsApp-Alternative LINE hat weltweit mehr als 340 Millionen Nutzer in über 230 Ländern. LINE gibt es für Android, iOS, Windows Phone, Blackberry, Nokia Asha, Windows für Desktop, Windows 8 und Mac OS X. Nun kommt mit Firefox OS eine weitere Plattform dazu.

Ähnlich wie der Facebook Messenger erlaubt LINE nicht nur das Versenden von Text, sondern auch von sogenannten Stickern, also etwas überdimensionierten Grafiken, als auch Bildern, entweder aus einem Album oder mit der Kamera aufgenommen. Was die erste Version von LINE für Firefox OS anders als für andere Plattformen noch nicht unterstützt, sind kostenlose VoIP-Telefonate, Videos, Spiele und ein Shop für weitere Sticker. Weitere Features werden für die Zukunft aber erwartet. Für alle, die einfach nur einen Messenger für Firefox OS suchen, funktioniert LINE allerdings bereits sehr gut.

LINE kann über den Firefox Marketplace heruntergeladen werden. Einschränkungen gibt es für Nutzer von Firefox OS in Ländern, in denen Telefónica präsent ist: in diesen Ländern kann LINE bis einschließlich 3. August nur von Telefónica-Kunden über die Datenverbindung genutzt werden. Länder, in denen Telefónica nicht mit Firefox OS präsent ist, sind von dieser Einschränkung nicht betroffen. Über WLAN ist LINE von Anfang an für jeden nutzbar.

Firefox Launcher: Mozilla stellt Launcher für Android vor

Mozilla erweitert sein Portfolio um ein neues Produkt für Android: Gemeinsam mit EverythingMe hat man den Firefox Launcher vorgestellt – einen Launcher für Android, welcher sich deutlich von anderen Android Launchern unterscheidet – und mit Firefox Mobile gebündelt ist.

Der Dienst EverythingMe ist in der Mozilla-Welt nicht unbekannt; Mozilla investierte in diesen Dienst, das eigene Betriebssystem Firefox OS kommt mit fester Integration von EverythingMe, der sogenannten adaptiven Suche. Doch auch Android ist ein wichtiger Markt für Mozilla und so hat man die Zusammenarbeit intensiviert und nun eine erste Vorschau auf den sogenannten Firefox Launcher präsentiert.

Beim Firefox Launcher handelt es sich um den nun in der finalen Version erschienenen EverythingMe Launcher, welcher mit Firefox Mobile gebündelt wird. Das Besondere am EverythingMe Launcher ist, dass es sich um einen stark personalisierten und automatisierten Launcher handelt, welcher Apps nach ihrem Kontext gruppiert, sich an die Gewohnheiten des Nutzers anpasst und auch Vorschläge auf Grundlage des aktuellen Ortes und der Uhrzeit macht. Dabei durchsucht die Suchfunktion des Launchers nicht nur die Kontakte und installierte Apps, sondern sucht auch im Web nach passenden Inhalten. Der Hintergrund des Launchers passt sich dabei dem entsprechenden Suchbegriff an. Legt der Nutzer eigene Ordner mit Apps an, werden automatisch weitere ähnliche Apps vorgeschlagen. Widgets für beispielsweise News, Wetter oder auch Karten zeigen direkt entsprechende Inhalte an.

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Eine Beta-Version des Firefox Launchers ist noch nicht verfügbar, Mozilla hat aber bereits einen Screenshot veröffentlicht, welcher das neue Produkt zeigt.

Delicious & Saavn: Neue Social Provider für Firefox

Mit Firefox 17 hat Mozilla die sogenannte SocialAPI in Firefox eingeführt – eine Schnittstelle, über welche es Drittanbietern möglich ist, Funktionen des jeweiligen Dienstes direkt aus Firefox heraus zu nutzen. Die bekannteste Integration dürfte dabei die von Facebook sein. Nun gibt es mit Delicious und Saavn zwei weitere Dienste.

Wer keine Neuigkeit von Facebook verpassen, Seiten mit seinen Freunden teilen oder von jedem Tab im Browser aus die Möglichkeit haben möchte, mit seinen Facebook-Kontakten zu chatten, integriert über die SocialAPI von Firefox den Messenger für Firefox. Genauso gibt es auch Integrationen von Cliqz, Mixi in Japan und Weibo in China. Auch Microsoft war mit MSN Now dabei. Da dieser Dienst aber mittlerweile eingestellt wurde, gibt es damit auch entsprechende Firefox-Integration nicht mehr.

Nun kommen zwei weitere Dienste dazu. Freunde des Social Bookmarkings freuen sich über eine Integration von Delicious. Delicious erlaubt das online Anlegen von Lesezeichen. Diese können mit Tags versehen sowie kommentiert und außerdem öffentlich geteilt werden. Saavn ist ein kostenfreier Streaming-Dienst für indische Musik und Bollywood-Songs. Deren SocialAPI-Erweiterung ermöglicht das Entdecken und Teilen von Musik dieses Dienstes.

Mozilla veröffentlicht Firefox 27, Firefox Mobile 27, Firefox ESR 24.3 und Thunderbird 24.3

Sechs Wochen sind wieder rum, Zeit für neue Firefox- und Thunderbird-Versionen. Mozilla veröffentlicht Firefox 27, Firefox Mobile 27, Firefox ESR 24.3 sowie Thunderbird 24.3.

Mozilla hat heute planmäßig neue Versionen von Firefox und Firefox Mobile veröffentlicht. Die Updates werden wie immer allen Nutzern insbesondere aufgrund der geschlossenen Sicherheitslücken nahegelegt. Konkret veröffentlicht Mozilla Firefox 27.0 für Windows, OS X und Linux sowie Firefox Mobile 27.0 für Android. Außerdem wird in Kürze Firefox ESR 24.3 sowie der E-Mail-Client Thunderbird in der Version 24.3 erscheinen.

Mozillas statt Googles Geolokalisierungs-Dienst in Firefox nutzen

Für die Bestimmung der Position greift Firefox standardmäßig auf die Geolocation-API von Google zurück. Mozilla arbeitet allerdings seit Ende des vergangenen Jahres an einem eigenen Geolokalisierungs-Dienst. Über eine Einstellung kann dieser anstelle des Dienstes von Google genutzt werden.

Webseiten können – die ausdrückliche Erlaubnis des Benutzers vorausgesetzt – die aktuelle Position des Benutzers abfragen. Standardmäßig kommt hierfür in Firefox die Geolocation-API von Google zum Einsatz. Mozilla arbeitet seit Ende des vergangenen Jahres an einem eigenen Geolokalisierungs-Dienst, welcher sich vor allem durch Offenheit und einen besonderen Schwerpunkt auf Privatsphäre auszeichnen soll.

Da das Ganze ein Crowdsourcing-Projekt ist, benötigt Mozilla Mithilfe: Android-Nutzer werden gebeten, die MozStumbler-App zu installieren und mit aktiviertem MozStumbler Positionsdaten zu sammeln und an Mozilla zu senden. Am Ende ist jeder Geolokalisierungs-Dienst schließlich nur so gut wie seine Daten. Da das ganze Projekt noch relativ jung ist, sind natürlich noch längst nicht alle Orte abgedeckt, so dass weiterhin Daten benötigt werden. In größeren Städten stehen die Chancen allerdings gut, dass Mozillas Geolocate-API den Aufenthaltsort bereits erkennt.

Wer statt der Geolocation-API von Google lieber Gebrauch von den Daten des Mozilla-Dienstes machen möchte, kann dies ganz einfach über about:config umstellen. Dazu muss man nach dem Schalter geo.wifi.uri suchen und den Wert per Doppelklick ändern, nämlich auf https://location.services.mozilla.com/v1/geolocate?key=nightly, wobei die Zeichenkette hinter ?key= beliebig ist. Vorausgesetzt wird mindestens Firefox 24.

Firefox 29: Neue Themes für Entwickler-Werkzeuge

Firefox 29 wird die Firefox-Version mit frischen Designs: Australis-Design, neues Sync mit neuem optischen Anstrich und auch die Entwicklerwerkzeuge wurden optisch überarbeitet – diese haben sogar zwei Themes, zwischen welchen der Nutzer beliebig umschalten kann: ein helles und ein dunkles.

Dass Firefox voraussichtlich mit Firefox 29 ein neues Design erhalten wird, welches auf den Namen Australis hört, das dürfte sich mittlerweile rumgesprochen haben. Vielleicht auch, dass Firefox 29 mit einem neuen Sync kommt, dessen Einrichtungsprozess deutlich vereinfacht und moderner gestaltet wurde. Was aber noch eher unbekannt sein dürfte, das ist die Tatsache, dass auch die Entwicklerwerkzeuge in Firefox 29 optisch überarbeitet wurden.

Genau genommen ändert sich das optische Erscheinungsbild bereits mit Firefox 28 leicht. Offensichtlich wird es dann aber mit Firefox 29. Insgesamt lassen sich die Änderungen dahingehend beschreiben, dass alles ein wenig flacher ist – denn Flat UI ist ja modern -, kleinere farbliche Verbesserungen, auch für HiDPI-Bildschirme optimierte Icons fallen positiv auf. Die größten Veränderungen erhält aber das helle Design – Ja, die Entwicklerwerkzeuge haben sowohl ein helles als auch ein dunkles Design und der Nutzer kann jederzeit in den Einstellungen zwischen beiden wechseln. Bislang war auch das helle Design von viel Dunkelheit geprägt, denn das Gerüst um das aktive Werkzeug war immer dunkel. Ab Firefox 29 handelt es sich bei dem hellen Theme wirklich um ein helles Theme und erscheint daher ganz anders als noch in Firefox 28.

Ob das helle Design das Standard-Design der Entwicklerwerkzeuge in Firefox 29 bleibt oder es das dunkle wird, das ist noch nicht entschieden. Schreibt doch in den Kommentaren, welches euch besser gefällt. Abschließend ein Rundgang sowohl durch das dunkle als auch durch das helle Design, im Vergleich zwischen Firefox 27 und Firefox 29.

Design-Evolution Firefox 27 bis Firefox 29


Das alte und neue dunkle Theme

Das alte und neue helle Theme

Neues Firefox Sync mit Firefox Accounts ab sofort im Nightly aktiviert

Mozilla arbeitet derzeit mit Hochdruck an einer neuen Version von Firefox Sync, um Lesezeichen, Chronik, Tabs, Passwörter, Einstellungen und Add-ons zwischen verschiedenen Geräten zu synchronisieren. Die Anmeldung erfolgt dabei per E-Mail-Adresse und Passwort, den sogenannten Firefox Accounts.

Mozilla hat das neue auf Firefox Accounts basierende Sync für Nutzer der Nightly-Versionen von Firefox für den Desktop und Firefox Mobile für Android aktiviert. Schluss mit Pairing-Codes oder Wiederherstellungsschlüsseln; das Anmelden und Hinzufügen neuer Geräte funktioniert nun ganz einfach mittels E-Mail-Adresse und Passwort. Neues Protokoll, neuer Anmeldeprozess, das Ganze verpackt in moderner Optik und integriert in das neue Australis-Menü.

Sync 1.5 steht allen noch nicht Sync nutzenden Firefox-Nutzern ab Version 29 zur Verfügung. Bestehende Sync-Nutzer müssen sich noch etwas gedulden oder stellen manuell auf das neue Sync um. Dazu müssen sie in ihre Sync-Einstellungen gehen und den Link mit der Aufschrift Dieses Gerät trennen drücken. Anschließend können sie einen Firefox Account einrichten und diesen zur Synchronisation nutzen.

Das alte und das neue Sync sind nicht zueinander kompatibel, das heißt, alle miteinander zu synchronisierenden Geräte müssen entweder das alte oder das neue Sync nutzen, eine Mischung aus beidem ist nicht möglich.

Bestehende Sync-Nutzer können ihr altes Sync noch eine begrenzte Dauer weiternutzen. Dem alten Sync-Account weitere Geräte hinzuzufügen ist allerdings nicht mehr möglich. Nach derzeitiger Planung soll das alte Sync mit Firefox 31 komplett ersetzt werden.

Australis schafft den Sprung in Firefox Aurora, Beta noch unklar

Was lange währt, wird endlich gut, so heißt es und so trifft es auch auf das kommende Australis-Design von Firefox zu. Australis hat bereits einige Verschiebungen hinter sich und bis vor wenigen Stunden war noch unklar, ob Australis dieses Mal den Sprung in die Aurora-Version von Firefox schaffen wird. Die Entscheidung ist dieses Mal positiv ausgefallen. Ob es Australis auch in die Betaversion von Firefox 29 schaffen wird, das wird erst in sechs Wochen, auch wieder quasi in der letzten Minute, entschieden.

Mozilla erreicht einen wichtigen Meilenstein mit dem Projekt Australis. Bis vor wenigen Stunden stand Australis für Aurora noch auf der Kippe, doch nun ist die Entscheidung positiv ausgefallen: Australis wird in der Aurora-Version von Firefox 29 ausgeliefert werden. Dennoch steht Mozilla eine Menge Arbeit bevor und so wird Australis noch eine signifikante Menge an Verbesserungen erhalten, welche nicht nur in der Nightly-, sondern auch in der Aurora-Version von Firefox landen wird.

Ob Australis dann am 17. März den Weg in die Beta-Version von Firefox 29 finden oder auf Firefox 30 verschoben wird, das wird je nach Stand der Dinge kurz vorher entschieden. Ein sogenannter Backout eines so großen Projektes stellt ein erhebliches Risiko dar, weswegen Mozilla in jedem Fall eine Auslieferung in Firefox 29 anstrebt, aber genau wie jetzt auch wird man vorbereitet sein und einen Parallel-Zweig zu Aurora ohne Australis pflegen, entsprechend dem Holly-Zweig parallel zur Nightly-Version, welcher nach Erscheinen der Aurora-Version nicht länger gepflegt wird. Ob die derzeit rund 150 Holly-Nutzer dann ein Update auf das entsprechende Aurora-Pendant erhalten werden, steht noch nicht fest. Genauso steht noch nicht fest, ob Aurora-Nutzer bereits die interaktive Einführungstour in das neue Design sehen werden, welche noch nicht bereit für eine Auslieferung ist.

TCL Alcatel plant Update auf Firefox OS 1.3

Gestern wurde bekannt, dass TCL Alcatel kein Update auf Firefox OS 1.2 ausliefern wird. Ich hatte es in einer Richtigstellung der Berichterstattung anderer Medien bereits angedeutet, nun hat es Mozilla bestätigt: Das Alcatel One Touch Fire wird direkt von Firefox OS 1.1 auf Firefox OS 1.3 gehen.

Die Meldung verbreitete sich gestern wie ein Lauffeuer – das Alcatel One Touch Fire wird kein Update auf Firefox OS 1.2 erhalten. Sofort wurde das Projekt Firefox OS für gescheitert erklärt. Ich hatte direkt einige Falschaussagen anderer Medien korrigiert und bereits angedeutet, dass es einige Hersteller wohl in Betracht ziehen, direkt von Firefox OS 1.1 auf Firefox OS 1.3 zu gehen, und in einem internen Bereich des Firefox OS Community Launch Teams nachgehakt, was der Stand bezüglich des Alcatel-Updates ist.

Das Alcatel One Touch Fire wird zwar kein Update auf Firefox OS 1.2 erhalten, dafür aber auf Firefox OS 1.3 – diese Version ist allerdings noch nicht fertiggestellt und wird bald an die Hersteller gehen. Bis das Update auf den Geräten der Kunden ist, dauert es dann natürlich noch ein bisschen länger.

Diese Information wurde vor wenigen Minuten von Mozillas Media Relations Manager Justin O’Kelly auf eben jene Nachfrage bestätigt.

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