Firefox 29 speichert Passwörter optional auch bei autocomplete=”off”

Firefox besitzt einen Passwort-Manager zur Speicherung von Login-Daten auf Webseiten. Das Speichern von Passwörtern wird allerdings nicht angeboten, sofern seitens Webseite die Autovervollständigung für das Eingabefeld des Benutzernamens deaktiviert ist. Eine neue Option in Firefox 29 erlaubt die Speicherung von Passwörtern auch dann.

Das Setzen des Attributs autocomplete=”off” im Anmeldeformular auf einer Webseite führt dazu, dass Firefox nicht nachfragt, ob das Passwort gespeichert werden soll. Sollte das Passwort dennoch gespeichert werden, so musste man sich mittels Add-on behelfen. Ab Firefox 29 gibt es eine neue Einstellung; wird über about:config der Schalter signon.overrideAutocomplete per Doppelklick auf true gesetzt, dann bietet Firefox auch in diesem Fall das Speichern des Passworts an.

Mozilla erreicht nächsten Meilenstein bei JavaScript-Performance

Mozilla hat bei der Performance von JavaScript den nächsten Meilenstein erreicht: Firefox kann in asm.js kompilierten Code nun in einer Geschwindigkeit ausführen, welche nur noch um den Faktor 1.5 langsamer als C++ ist.

asm.js ist eine von Mozilla entwickelte Teilmenge von JavaScript, welche Code deutlich schneller ausführen kann, der über Compiler wie Emscripten (ebenfalls Mozilla) oder Mandreel in JavaScript übersetzt wird. Da es sich bei asm.js um eine Teilmenge von JavaScript handelt, kann dieser Code auch von Browsern ausgeführt werden, welche keinen Compiler für asm.js implementiert haben, nur entsprechend sehr viel langsamer als ein dafür optimierter Browser wie Firefox.

Anfang des Jahres hatte Mozilla erklärt, dass Firefox asm.js-Code ausführen kann, welcher um etwa den Faktor 2 langsamer ist als nativer in C++ geschriebener Code – was schon sehr beeindruckend war. Weitere Optimierungen, vor allem Float32-Optimierungen, von Emscripten sowie der JavaScript-Engine von Firefox haben Mozilla einen weiteren Meilenstein erreichen lassen – Firefox erreicht in den Benchmarks Geschwindigkeiten, welche nur noch um den Faktor 1.5 langsamer als nativer Code sind. Und Mozilla verspricht sogar, dass noch weitere größere Optimierungen in Arbeit oder in Planung sind.

Firefox ist nicht zuletzt dank asm.js in der Lage, sogar komplexe Spiele im Browser mit guter Performance ausführen zu können. So haben Mozilla und Epic Games die Unreal Engine 3 für den Browser portiert, seit kurzem gibt es das erste kommerzielle 3D-Spiel für den Browser, welches die portierte Unreal Engine 3 nutzt und Gebrauch von asm.js macht.

Mozilla veröffentlicht außerplanmäßiges Update Firefox Mobile 26.0.1

Mozilla hat ein außerplanmäßiges Update für Firefox Mobile veröffentlicht. Die Version 26.0.1 behebt einen Grafikfehler bei Benutzung von Suchmaschinen.

Nutzer von Firefox Mobile auf Android erhalten ein außerplanmäßiges Update auf Version 26.0.1. Die neue Version behebt einen Grafikfehler bei der Benutzung von Suchmaschinen auf einigen Geräten, wie das folgende Video demonstriert.

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Mozilla stellt Add-on Builder am 7. Januar 2014 ein

Der Add-on Builder ist ein Online-Tool von Mozilla, welches es erlaubt, auf dem Add-on SDK basierende Erweiterungen aka Jetpacks direkt im Browser zu entwickeln und live zu testen. Doch Mozilla wird das Werkzeug einstellen. Ab dem 7. Januar können damit keine weiteren Add-ons mehr entwickelt werden.

Nun ist offiziell, was schon länger inoffiziell bekannt war: Mozilla wird den Add-on Builder einstellen. Genau wird es am 7. Januar soweit sein, dann können keine neuen Add-ons damit mehr erstellt werden. Die Seite wird noch bis April Zugriff auf bestehende Add-ons geben, ehe der Add-on Builder dann komplett abgeschaltet werden wird.

Im Februar 2012 hat der Add-on-Builder die Betaphase verlassen und wurde in der offiziellen Version 1.0 online gestellt. Und damit hat auch praktisch die Entwicklung dieses praktischen Werkzeuges leider aufgehört. Zwar wurde der Add-on Builder noch regelmäßig mit den neusten Versionen des Add-on SDKs ausgestattet, doch neue Features des SDKs wie Übersetzungen wurden nicht unterstützt. Die vor wenigen Tagen veröffentlichte Version 1.15 des Add-on SDKs unterstützt der Add-on Builder bereits nicht mehr.

Als Grund für die Einstellung nennt Mozilla mangelnde Nutzung. So hätten zwar viele den Builder getestet, aber weniger als ein Prozent ihre Add-ons dann auf Mozillas Add-on-Seite veröffentlicht. Und die populärsten SDK-basierenden Add-ons wurden auch nicht mit dem Add-on Builder erstellt, sondern über die Kommandozeile kompiliert. Darum hat Mozilla entschieden, dass es keinen Sinn hat, weitere Ressourcen in dieses Projekt zu stecken. In Anbetracht der geschilderten Situation könnte man geneigt sein, das auch als Henne-Ei-Problem zu sehen. Mozilla möchte Add-on-Entwicklern das Leben aber trotzdem einfacher machen und arbeitet daher aktiv daran, die in Firefox integrierten Entwicklerwerkzeuge zu verbessern und den Browser beispielsweise mit einem Add-on Debugger auszustatten.

Zur Klarstellung: Die Einstellung des Add-on Builders heißt natürlich nicht das Ende SDK-basierter Add-ons. Nur können Add-ons jetzt nicht mehr direkt im Browser entwickelt werden, stattdessen lädt man sich das Add-on SDK herunter und bedient sich eines Kommandozeilen-Tools, welches die Installation von Python auf dem Computer voraussetzt. Das klingt schwieriger, ist aber eigentlich gar nicht schwierig und gibt Entwicklern viel mehr Möglichkeiten, da der Add-on Builder wie gesagt so manches gar nicht unterstützt. Bonuspunkt: Mit dem Add-on Builder erstellte Erweiterungen liefern immer alle APIs mit, welche sowieso bereits in Firefox vorhanden sind, bei über die Kommandozeile kompilierten Erweiterungen kann darauf verzichtet werden und seit Version 1.15 des Add-on SDKs wird auch standardmäßig darauf verzichtet, womit die Add-ons nur noch einen Bruchteil der Dateigröße besitzen.

Die Tutorials auf diesem Blog zur Erstellung von Add-ons auf Basis des Add-on SDKs beziehen sich auf die Erstellung mit dem Add-on Builder. Es wird pünktlich vor Einstellung dieses Tools ein weiteres Tutorial geben, welches die erstmalige Installation der Entwicklungsumgebung und die Verwendung der Kommandozeile zur Kompilierung von SDK-basierten Erweiterungen erklärt.

Der Quellcode des Add-on Builders steht unter BSD-Lizenz und kann auf GitHub eingesehen und heruntergeladen werden.

2013 in Zahlen: Mozilla blickt auf das vergangene Jahr zurück

Das Jahr 2013 ist fast vorbei und wie es Jahresrückblicke gibt, wohin man schaut, so lässt es sich auch Mozilla nicht nehmen, auf das vergangene Jahr zu schauen, und fasst ein paar Zahlen in Form einer Infografik zusammen.

Mozillas Jahr des fünfzehnten Geburtstages war einmal mehr ein gutes Jahr für Mozilla. So feiert Mozilla 500 Millionen Nutzer von Firefox für Windows, OS X und Linux sowie 500 Millionen Add-on-Installationen. Den Desktop-Browser konnte Mozilla im vergangenen Jahr, gemessen im Octane-Benchmark, um bis zu 88 Prozent schneller machen und Spiele dank Mozillas asm.js-Technologie um bis zu sechs mal schneller (Box2D Physics Engine Benchmark).

Firefox für Android wurde über 50 Millionen Mal heruntergeladen und hat eine durchschnittliche Bewertung von 4.5 Sternen – womit Firefox Mobile der beste Browser im Google Play Store ist. Mittlerweile wird Firefox Mobile sogar auf Geräten vorinstalliert.

Besonders stolz kann Mozilla darauf sein, mit Firefox OS ein Betriebssystem für Smartphones auf den Markt gebracht zu haben, welches so stark wie kein anderes auf Webtechnologien setzt. Die Statistik sagt: 3 Smartphones vertrieben von 4 Mobilfunkgesellschaften in 14 Ländern.

Natürlich wurde auch die Privatsphäre wieder groß geschrieben. So wurde Mozilla vom Ponemon Institute zu dem Internet-Unternehmen gekürt, welchem die Nutzer in Bezug auf die Privatsphäre am meisten vertrauen. Der Do-not-Track-Header wird von mittlerweile 10 Prozent der Desktop- und von 13 Prozent der Android-Nutzer von Firefox gesendet. Außerdem hat Mozilla das Add-on Lightbeam zur Visualisierung und Blockieren von Trackern in Version 1.0 veröffentlicht, welches seit dem knapp eine Million Mal heruntergeladen worden ist. Mit  StopWatching.Us wurde eine Kampagne als Reaktion um die NSA-Enthüllungen ins Leben gerufen – 588.351 Menschen haben die Petition unterzeichnet.

Über Mozillas Open Badge-Initiative wurden insgesamt 235.000 Badges an 1.900 Nutzer verteilt und das Webmaker-Programm kann 1.694 Maker-Partys in 55 Ländern vorweisen. 76.138 Webmaker-Projekte wurden gestartet.

Erfolgreich war auch das Mozilla Developer Network mit 18 Millionen Besuchern und 70 Millionen Aufrufen der Webseite. Und auch der Support funktioniert – über 150 Millionen Nutzer haben Hilfe von den freiwilligen Helfern der Community erhalten.

Beim Mozilla Summit im Oktober kamen 2.800 Mozillians aus 90 Ländern und 114 Sprachen sprechend an drei Orten zusammen. Insgesamt kommen sogar aus 109 Ländern Mozillians. Mittlerweile gibt es mehr als 370 offizielle Mozilla Reps, außerdem gibt es ein neues Studenten-Botschafter-Programm mit mittlerweile mehr als 8.000 Studenten. Mozillas Partner-Programm zählt 100.000 Affiliates.

Dies sind einige Highlights von Mozilla im Jahr 2013. Regelmäßige Leser dieses Blogs wissen, dass es beinahe täglich Spannendes aus der Welt rund um Mozilla zu berichten gibt. Wer nichts verpassen möchte, sollte diesen Blog abonnieren. 2014 wird sicher nicht minder spannend.

Mozilla 2013 Infografik

Australis: Feedback durch Telemetrie (Tipp: Aktivieren!)

Mozilla plant mit Firefox 29 die Einführung von Australis, einem moderneren Erscheinungsbild für Firefox mit diversen Auswirkungen auf die Anpassbarkeit des Browsers. Ganz gleich ob man nun ein Befürworter von Australis ist oder dem mehr skeptisch gegenübersteht, so empfiehlt es sich, das Telemetrie-Feature jetzt schon zu aktivieren und Mozilla auf diese Weise Feedback zu geben.

Firefox besitzt mit dem Telemetrie-Feature eine Mess-Infrastruktur, um diverse Leistungsdaten während des Browserbetriebs anonym an die Mozilla-Server zu übertragen. Dieses Feature ist standardmäßig für Nutzer der Nightly- und Aurora-Versionen aktiviert und für Nutzer der Beta- sowie finalen Versionen deaktiviert. Telemetrie liefert Mozilla wichtige Erkenntnisse zur Nutzung des Browsers und möglichst jeder Nutzer sollte das Telemetrie-Feature aktivieren – denn nur wer seine Daten übermittelt, für den kann gezielt optimiert werden. Wer hingegen keine Daten sendet, kann sich letzten Endes zumindest meiner Meinung nach auch nicht beschweren, wenn der Browser weniger auf seinen Nutzertyp zugeschnitten wird.

Speziell in Bezug auf Australis wird Telemetrie besonders spannend. Selbstverständlich ist Mozilla auch daran interessiert, wie Australis genutzt wird, auch hierfür kommt Telemetrie zum Einsatz. Natürlich braucht es für eine Bewertung Vergleichswerte und so sind nun für die nächste Beta-Version von Firefox 27 zahlreiche neue Telemetrie-Messungen in Firefox gelandet. Diese geben Mozilla unter anderem Aufschluss darüber, wie viele Symbole in der Add-on-Leiste sind, wieviele Toolbars vorhanden sind, ob große oder kleine Symbole genutzt werden, wieviel Zeit im Anpassen-Dialog verbracht wird, die Anzahl geöffneter Tabs, Daten zur Nutzung des Lesezeichen-Sterns, des Lesezeichen-Buttons sowie der Lesezeichen-Leiste, wie häufig der Menü-Button geklickt wird und noch mehr.

Abbildung 1: Neue Telemetrie-Messungen ab Firefox 27

Auch wenn es für grundlegende Kursänderungen zu spät ist, so sind das trotzdem wichtige Erkenntnisse, denn fest steht: Mozilla wird Firefox auch in Zukunft verändern. Über Telemetrie kann jeder seinen Teil dazu beitragen und Mozilla die richtigen Hinweise geben, in welche Richtung das Ganze steuern soll. Telemetrie ist also keine sinnlose Datensammelei, Telemetrie ist viel mehr eine Chance, die man nutzen kann oder nicht. Und da bei Mozilla alles transparent ist, sei an dieser Stelle noch der Hinweis gegeben, dass man nur about:telemetry in seine Adressleiste einzugeben braucht, um die lokalen Messdaten anzusehen, Mozilla wird keine Daten erhalten, welche nicht auch auf dieser Seite stehen. Und die aggregierten Daten aller Nutzer werden online auf telemetry.mozilla.org visualisiert.

Telemetrie aktivieren

Telemetrie kann im Einstellungsdialog von Firefox aktiviert werden. Die entsprechende Einstellung findet sich unter Erweitert → Datenübermittlung.

Abbildung 2: Telemetrie in den Firefox-Einstellungen aktivieren

Update 26.12.2013: Weiterer Tipp um Feedback zu geben: An Australis-Umfrage teilnehmen

Erstes kommerzielles 3D-Spiel im Browser mit Mozillas asm.js-Technologie

Monster Madness ist der Name des ersten kommerziellen 3D-Spiels für den Browser, welches asm.js von Mozilla zur schnellen Ausführung von JavaScript einsetzt. Das Spiel setzt die Unreal Engine 3 ein, welche mittels Emscripten von Alon Zakai, welcher ebenfalls für Mozilla arbeitet, nach JavaScript portiert worden ist.

Nomnom hat Monster Madness für das Web in einer ersten Alpha-Version veröffentlicht und bringt damit ein Spiel mit Unreal Engine 3 in den Browser, welches komplett auf Webtechnologien setzt und kein Plugin zum Spielen benötigt. Die Engine wurde von Mozilla und Epic Games mit Hilfe von Emscripten in nur vier Tagen für das Web portiert. Auch die Portierung von Monster Madness soll das Entwicklerstudio nur eine Woche gekostet haben und es soll nur wenig Unterstützung seitens Mozilla und Epic dazu notwendig gewesen sein. Dank von Mozilla entwickelter asm.js-Technologie ist Monster Madness in Firefox besonders performant. Da es sich bei asm.js um eine Teilmenge von JavaScript handelt, funktioniert das Spiel nicht nur in Firefox, sondern auch in anderen modernen Browsern wie Google Chrome oder Opera. Nomnom hatte sich im Vorfeld auch andere Technologien wie FlasCC und Googles NaCI angesehen, aber die besten Argumente in der Mozilla-Technologie gesehen.

Hier kann Monster Madness getestet werden.

Firefox 28 unterstützt VP9-Codec von Google

VP9 ist der Nachfolger von Googles Video-Codec VP8. Firefox wird diesen voraussichtlich ab Version 28 unterstützen.

Mozilla hat die Unterstützung für VP9 fertiggestellt. Vorausgesetzt, dass nichts schief geht, wird Firefox damit ab Version 28 den lizenzgebührenfreien Codec für die Wiedergabe von Videos in HTML5 unterstützen. Gerade in Anbetracht der Tatsache, dass Googles Video-Dienst YouTube seine Videos auf VP9 umstellt, ist dies eine wichtige Verbesserung. VP9 verspricht dieselbe Videoqualität bei halber Bitrate im Vergleich zu VP8.

Firefox 28 wird am 18. März erscheinen; bekanntermaßen werden Firefox 27 sowie alle darauffolgenden Versionen um zwei Wochen nach hinten verschoben. Google Chrome unterstützt den VP9-Codec seit Version 25.

Das sind nicht Mozillas einzige Aktivitäten an der Video-Codec-Front: Mit Daala arbeiten Mozilla und die Xiph.org-Foundation an einem neuen Video-Codec, welcher h.265 und VP9 übertreffen soll, außerdem wird man im kommenden Jahr auch den von Cisco frei zur Verfügung gestellten h.264-Codec unterstützen.

Firefox 26+: Altes Download-Fenster / Download Manager-Erweiterung funktioniert nicht mehr?

Das alte Download-Fenster von Firefox wird bereits seit Version 20 offiziell nicht mehr unterstützt, konnte über eine versteckte Einstellung allerdings weiterhin aktiviert werden. Ab Firefox 26 ist das nicht mehr möglich, zudem funktionieren einige Add-ons, welche den Download Manager erweitern, nicht mehr.

Lange Zeit hat Firefox Downloads in einem Download-Fenster angezeigt. Mit Firefox 20 wurde dieses durch ein neues Download-Panel sowie verbesserte Download-Ansicht in der Bibliothek ersetzt. Bis einschließlich Firefox 25 konnte weiterhin das alte Fenster genutzt werden, dazu musste per about:config der Schalter browser.download.useToolkitUI auf true geschaltet werden. Dabei war von Anfang an klar, dass dies keine dauerhafte Lösung sein wird, diese Komponente wurde von Mozilla nicht mehr gewartet, darum hat dieses Download-Fenster auch nicht mehr mit dem ebenfalls in Firefox 20 eingeführten neuen Privaten Modus auf Fensterbasis funktioniert.

Abbildung 1: Altes Download-Fenster

Abbildung 2: Neues Download-Panel

Im normalen Betrieb nutzbar war das alte Download-Fenster allerdings. Mit Firefox 26 gab es nun eine große Änderung unter der Haube. Die alte Download Manager-API wurde durch eine neue JavaScript-basierte Downloads-API ersetzt, welche Performance-Probleme der alten API lösen soll und zu welcher das alte Downloadfenster nicht mehr kompatibel ist. Aus diesem Grund war das alte Download-Fenster gar nicht mehr funktionsfähig und darum hat Mozilla die Unterstützung hierfür in Firefox 26 nun auch komplett deaktiviert; den Schalter browser.download.useToolkitUI und das alte Download-Fenster gibt es also nicht mehr.

Update: Das Add-on Downloads Window bringt das alte Download-Fenster zurück in Firefox.

Eben jene Änderung der Download-API ist auch dafür verantwortlich, dass manche Erweiterung wie Download Statusbar nicht mehr funktioniert. Hier hilft es nur, auf Updates der entsprechenden Add-ons zu warten. Mit Download Status Bar gibt es eine fast identisch heißende Erweiterung eines anderen Entwicklers ohne diese zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten, welche dafür aber bereits in Firefox 26 funktioniert.

Übrigens: Das neue Download-Panel kann mittels Add-on um nützliche Details erweitert werden.

Mozilla und Partner aus der Mobilfunkbranche gründen Open Web Device CRB

Mozilla gründet mit dem Open Web Device Compliance Review Board (CRB) gemeinsam mit zehn weiteren Partnern aus der Mobilfunkbranche eine unabhängige Organisation, um den Erfolg eines offenen Web-Ökosystems voranzutreiben.

Mitglieder des Open Web CRB sind neben Mozilla die Gerätehersteller LG, TCL Alcatel, ZTE und Sony, die Chipsatzhersteller Qualcomm und Spreadtrum sowie die Telekommunikationsgesellschaften Deutsche Telekom, Telefónica, Telenor und KDDI.

Ziel des Open Web CRB ist es vor allem, API-Kompatibilität sowie wettbewerbsfähige Performance für Geräte zu gewährleisten, auf welchen das Boot to Gecko (B2G)-Betriebssystem läuft; die Webseite des Open Web Device CRB spricht durchgehend von B2G und nicht von Firefox OS. Die Arbeit des Open Web Device CRB bildet die künftige Grundlage für die Zertifizierung, damit Hersteller das Firefox OS-Branding verwenden dürfen.

Das Open Web CRB wirbt mit Vorteilen der Zertifizierung sowohl für Mobilfunkanbieter als auch OEMs sowie Nutzer und Entwickler. Die wesentlichen Aspekte sind dabei verringerter Zeitaufwand und Kosten für Anbieter, eine geringere OS-Fragmentierung, ein konsistentes Nutzungserlebnis auf verschiedenen Geräten sowie eine garantierte Mindest-Performance. Die Webseite verfügt auch über eine Seite für zertifizierte Geräte, derzeit zeigt diese Seite allerdings noch keine Geräte.

Trivia

Manchem Leser dieses Blogs wird die Domain des Open Web Device CRB, openwebdevice.org, bekannt vorkommen. Tatsächlich war diese Domain bis vor kurzem im Besitz von soeren-hentzschel.at. Die Domain wurde vor etwa einem Monat an Mozilla übergeben.

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