Zukünftige Firefox OS-Versionen für alle Android-Smartphones

Firefox OS soll in Zukunft nicht nur auf Smartphones laufen, welche direkt mit Firefox OS verkauft werden, sondern grundsätzlich auf jedem Android-Smartphone installiert werden können. Neue Major-Releases möchte Mozilla alle sechs Monate veröffentlichen.

Wenige Tage nach dem angekündigten Strategiewechsel für Firefox hat Mozilla nun auch seine Pläne bezüglich Firefox OS öffentlich gemacht. Demnach soll in Zukunft jeder Firefox OS auf sein bereits vorhandenes Smartphone installieren können, der dies möchte. Voraussetzung dafür ist ein entsperrtes Smartphone, welches die Installation eines neuen Systems erlaubt.

Daraus ergeben sich viele Vorteile: zum einen wird Firefox OS damit auf einen Schlag für sehr viele potentielle Nutzer mehr zugänglich. Wer noch ein altes Zweit-Smartphone besitzt, kann Firefox OS testen, ohne sich dazu ein neues Smartphone kaufen zu müssen. Der wohl größte Vorteil aus Anwendersicht aber dürfte sein: wenn Anwender dazu in der Lage sind, selbst Firefox OS auf dem vorhandenen Smartphone zu installieren, dann können auch neue Versionen von Firefox OS genutzt werden, sobald diese von Mozilla veröffentlicht werden. Schließlich gibt es in diesem Fall keinen Hersteller, der entscheidet, dass das gekaufte Smartphone kein weiteres Update erhalten wird. Und Mozilla wird der Nutzung der jeweils neusten Version mit Sicherheit am Wenigsten im Weg stehen. Alternativ dazu können mittels Mozillas B2GDroid-App aber auch einfach die Oberfläche sowie System-Apps von Firefox OS auf das bestehende Android draufgesetzt werden.

Neue Major-Releases von Firefox OS möchte Mozilla im Abstand von jeweils sechs Monaten veröffentlichen. Die erste Version, welche diesem neuen Modell folgt, wird Firefox OS 2.5 sein und soll nach derzeitiger Planung ab November verfügbar sein.

Man möchte aber auch weiterhin mit Geräteherstellern und Mobilfunkanbietern zusammenarbeiten, welche direkt Geräte mit Firefox OS ausliefern. Auch SmartTV sind weiterhin eine Priorität für Mozilla und man hält weiterhin am Anfang des Jahres angekündigten Plan fest, in Zukunft nicht nur Smartphones, sondern auch Feature Phones mit Firefox OS anzubieten. Ebenso wird man in den Bereichen Internet of Things (IoT) und Connected Devices experimentieren.

Tsinghua investiert 100 Millionen Dollar in Firefox OS-Ableger H5OS

Im April hatte Mozillas ehemaliger Präsident Li Gong Mozilla verlassen und sein eigenes Startup Acadine Technologies gegründet. Das Unternehmen, dessen Mehrheit der Mitarbeiter ehemalige Mitarbeiter von Mozilla sind, möchte ein Betriebssystem für Smartphones, Tablets, Wearables und IoT-Geräte auf den Markt bringen, welches Google und Apple Paroli bieten kann. Tsinghua Unigroup International unterstützt das neue Startup mit einer Investition von 100 Millionen Dollar.

Li Gong war in seiner Rolle als Präsident von Mozilla maßgeblich an Firefox OS beteiligt. Vor wenigen Monaten haben sich die Wege von Li Gong und Mozilla nach über acht Jahren beinahe zeitgleich mit Mozillas Bekanntgabe einer Neuausrichtung von Firefox OS getrennt. Nun betreibt Gong mit Acadine Technologies sein eigenes Startup, dessen Hauptprodukt ein Betriebssystem für Smartphones, Tablets, Wearables sowie IoT-Geräte („Internet of Things“) sein wird. Dabei kann Gong für die erste Version des H5OS getauften Betriebssystems auf mehr als nur die Technik von Firefox OS als Grundlage zurückgreifen: von den über 70 seit Gründung eingestellten Mitarbeitern haben etwa 40 zuvor für Mozilla gearbeitet, wie CNET berichtet, weitere 14 Stellen sind derzeit ausgeschrieben. Acadine betreibt bereits Büros in Hong Kong, Peking, Taipeh, im kalifornischen Palo Alto sowie in London.

Die Tatsache, dass Acadine im Gegensatz zu Mozilla keine Non-Profit-Organisation ist, mache es einfacher, das notwendige Geld aufzubringen, wie Li Gong in einem Interview mit dem Wall Street Journal erzählt. Die in Hong Kong beheimatete Firma Tsinghua Unigroup International, eine Tochter der von der chinesischen Regierung betriebenen Tsinghua Holdings, macht in diesen Tagen nicht nur in Zusammenhang mit einer möglichen Übernahme des amerikanischen Chipentwicklers Micron von sich Reden (diverse Medien berichten von einem Kaufangebot in Höhe von 23 Milliarden Dollar, was bislang aber nicht offiziell bestätigt ist); Tsinghua investiert zum Start auch 100 Millionen Dollar in das noch junge Unternehmen Acadine.

Mozilla bringt alte Funktion zurück in Firefox: alle Livemarks in Tabs öffnen

Mozilla bringt in Firefox 41 eine alte Funktion zurück, die seit dem Entfernen vor über drei Jahren von vielen schmerzlich vermisst worden ist: das Öffnen aller Seiten eines dynamischen Lesezeichens in Tabs, ohne jede Seite einzeln öffnen zu müssen.

Dynamische Lesezeichen oder auch Livemarks sind ein Feature von Firefox, um den Feed einer Webseite als Lesezeichen zu setzen und darüber immer die aktuellsten Schlagzeilen der jeweiligen Webseite zu erhalten.

In Firefox 13 ist als Nebenwirkung von Performance-Verbesserungen eine Funktion dem Rotstift zum Opfer gefallen, welche es ermöglichte, alle Seiten mit einem Klick in Tabs zu öffnen. Dies hatte bei einigen Nutzern für Unzufriedenheit gesorgt. Mehr als drei Jahre später feiert diese Funktion nun ihr Comeback.  Das Feature ist bereits in der Nightly-Version sowie Developer Edition von Firefox 41 gelandet, deren finale Ausgabe für den 22. September erwartet wird.

Firefox OS in weiteren Ländern verfügbar

Firefox OS findet weitere Verbreitung. In den letzten Wochen gab es neue Marktstarts für Mozillas Betriebssystem in Afrika, Zentralamerika und Asien.

Smartphones mit Firefox OS sind in immer mehr Ländern verfügbar. In den letzten zwei Monaten sind wieder einige Marktstarts dazugekommen, insbesondere in Afrika. So bietet Orange das von Alcatel One Touch gefertigte Smartphone Orange Klif nun auch in Botswana, Kamerun, Mauritius, Niger, Kenia sowie der Elfenbeinküste an.

Telefónica hat derweil über seine Movistar-Marke das Alcatel One Touch Fire C in El Salvador (Zentralamerika) verfügbar gemacht, der philippinische Hersteller Cherry Mobile hat das Cherry Mobile Ace nach Myanmar (Asien) gebracht.

Update 15.7.: Mittlerweile hat Organge das Orange Klif auch in Zentralafrika auf den Markt gebracht.

Firefox aktualisiert sich nicht auf die neuste Version? Mögliche Ursache

Im Firefox-Support kommt es derzeit vermehrt zu Meldungen, dass sich Firefox nicht auf die neuste Version aktualisiert. Grund ist dabei häufig eine Manipulation von Außen, welche die Firefox-Updates deaktiviert und damit Firefox angreifbar macht.

Firefox-Nutzer sollten überprüfen, ob sie die neuste Version von Firefox nutzen. Aktuell ist nach heutigem Stand Firefox 39.0. Im Firefox-Support gibt es derzeit vermehrt Nutzerberichte, nach denen sich Firefox nicht auf die aktuellste Version aktualisiert. Grund hierfür sind folgende Einträge in der Datei user.js im Profilverzeichnis von Firefox:

user_pref("app.update.enabled", false);
user_pref("app.update.auto", false);
user_pref("app.update.silent", false);
user_pref("app.update.staging.enabled", false);

Da diese Einträge in den berichteten Fällen nicht von den Nutzern selbst vorgenommen worden sind, ist klar, dass hier eine unerwünschte Manipulation von Außen vorliegt. Als Motiv ist hier eigentlich nur eine Sache vorstellbar, nämlich Firefox anfällig für Angriffe zu machen, indem die Updates deaktiviert werden, womit sich das Gefahrenpotential mit jeder neuen Firefox-Version weiter erhöht, da immer mehr Sicherheitslücken bekannt und nicht behoben sein werden, wenn dies vom Nutzer unbemerkt bleibt.

In das Profilverzeichnis von Firefox gelangt man, indem man about:support in die Adressleiste eingibt und Enter drückt. Dort findet man eine Schaltfläche, über welche das Firefox-Profil geöffnet werden kann. Wer dort eine Datei mit dem Namen user.js findet, sollte den Inhalt überprüfen und die Datei ggfs. löschen. Außerdem empfiehlt sich in dem Fall, das System mittels Sicherheitssoftware auf unerbetene Gäste hin zu überprüfen.

Firefox 42: Integration in Windows 10 Suche

Windows 10 besitzt ein sehr prominent positioniertes Suchfeld, über welches nicht nur der Computer, sondern auch das Web durchsucht werden kann. Firefox erlaubt ab Version 42 die in Firefox eingestellte Standard-Suchmaschine als Suchmaschine für Windows 10 zu verwenden.

Das Suchfeld von Windows 10 öffnet die Suchergebnisse im vom Benutzer eingestellten Standardbrowser und verwendet dafür standardmäßig Microsoft Bing als Suchmaschine. Firefox besitzt ab Version 42 eine neue Option in den Sucheinstellungen, welche die eingestellte Standard-Suchmaschine von Firefox zur genutzten Suchmaschine für die Suche in Windows 10 macht. So lassen sich Suchen in der Lieblingssuchmaschine durchführen, ohne dass man erst Firefox in den Vorgrund holen muss.

Update 31.7.: Dieses Feature hat den direkten Sprung in Firefox 40 geschafft und steht damit zwölf Wochen früher zur Verfügung.

Geeksphone zieht sich aus dem Smartphone-Geschäft zurück

Schlechte Nachricht für Besitzer eines Smartphones von Geeksphone: der spanische Hersteller hat heute offiziell seinen Abschied aus dem Smartphone-Geschäft verkündet.

Im Geeksphone-Forum aktive Forenleser wissen bereits seit vergangenen Monat, dass Geeksphone die Entwicklung an Firefox OS für seine Smartphones für beendet erklärt hat und demnach keine weiteren Updates für das Geeksphone Revolution zu erwarten sind. Heute folgte die offizielle Presseankündigung, welche den Rückzug aus dem Smartphone-Markt besiegelt.

Das spanische Unternehmen Geeksphone wurde 2009 vom damals erst 16-Jährigen Javier Agüera, Rodrigo Silva-Ramos sowie María Alzola gegründet und war der erste europäische Hersteller, welcher ein Android-Smartphone auf den Markt gebracht hat. Geeksphone war außerdem der erste Hersteller weltweit, der Smartphones mit Firefox OS angeboten hat, nämlich das Keon und das Peak. 2013 hat man das Joint Venture SGP Technologies gemeinsam mit dem Schweizer Unternehmen Silent Circle gegründet und vertrieb darüber das besonders auf Privatsphäre ausgelegte Smartphone Blackphone mit dem auf Android basierenden, aber nicht freien Betriebssystem Silent OS. Anfang des Jahres hat Silent Circle Blackphone zu 100 Prozent übernommen und wird voraussichtlich im September das Blackphone 2 auf den Markt bringen. Das aktuellste Firefox OS-Smartphone von Geeksphone ist das Revolution, welches sowohl Firefox OS als auch Android unterstützt.

Geeksphones Entwickler verstärken nun Javier Agüera und das Blackphone-Team. María Alzola hat das Unternehmen verlassen. Rodrigo Silva-Ramos hat gemeinsam mit Angel Sánchez Díaz geeks!me gegründet, wo man sich der Entwicklung von Wearables wie Smartwatches widmet und in den nächsten Monaten das erste Produkt auf den Markt bringen möchte.

Finale 64-Bit-Version von Firefox für Windows ab Firefox 40 geplant

Mozilla nähert sich mit großen Schritten der erstmaligen Veröffentlichung einer finalen 64-Bit-Version von Firefox für Windows. Mit dem nächsten großen Update soll es endlich soweit sein.

Wer eine 64-Bit-Version von Firefox für Windows nutzen möchte, der hat bereits seit vielen Jahren die Möglichkeit, sich eine entsprechende Nightly-Version zu installieren. Seit Ende Februar gibt es auch eine 64-Bit-Ausgabe der Firefox Developer Edition, seit Anfang April und Version 38 außerdem eine 64-Bit-Ausgabe der Firefox Beta. Nun wird es endlich konkret, was die Veröffentlichung einer finalen 64-Bit-Version betrifft: mit Firefox 40 soll es endlich soweit sein. Läuft alles nach Plan, dann erscheint Firefox 40 am 11. August, also in weniger als fünf Wochen.

Weitere Informationen

Bug 1180792 – enable 64-bit windows builds on release channel
Bug 1181014 – Make Firefox 40 win64 builds on the Release channel available on mozilla.org

Update 30.7.: Mozilla hat sich aufgrund diverser Verbesserungen in Firefox 41 dazu entschieden, die Veröffentlichung der finalen 64-Bit-Version von Firefox für Windows noch einen Release zurückzuhalten.

Folks, we’ve decided not to release win64 builds in Fx40. We have many improvements coming in 41 — sandboxing and NPAPI whitelisting, and possiblysome other fixes — and it makes sense to hold. I as much as anyone want to see64 launch, but given the enthusiasm, it’s better to wait for a product that has safety and polish 41 will bring.

Mozillas Pläne für Firefox: Features als Add-ons, mehr Fokus auf Qualität

Mozilla hat seine Pläne für die Zukunft von Firefox bekannt gegeben und möchte vor allem mehr Fokus auf Qualität legen. Features, welche Dienste integrieren, wie Hello oder Pocket, sollen in Zukunft als System-Add-on ausgeliefert werden.

In einem Artikel auf dem Future Releases-Blog hat Mozilla bereits vor wenigen Tagen angedeutet, was die drei Säulen sein sollen, welche die Zukunft von Firefox bestimmen: Uncompromised Quality, Best Of The WebUniquely Firefox.

Firefox

Während dieser Artikel mehr Marketing-orientiert war und inhaltlich nicht viel Spannendes erzählt hat, hat sich Dave Camp, welcher im Mai erst von der Position des Director of Engineerings der Firefox-Entwicklerwerkzeuge in die Position des Director of Engineerings von Firefox gewechselt war, mit konkreteren Details in Form zweier Themen auf Mozillas Mailingliste firefox-dev ([1], [2]) zu Wort gemeldet.

Mehr Fokus auf Qualität

Wie Dave Camp schreibt, hat Mozilla ein internes Programm gestartet, welches auf den Namen „Great or Dead“ hört. Dieses beinhaltet, dass jedes Feature von Firefox Freude bei der Benutzung machen sollte und wenn dies nicht erreicht werden kann, Mozilla dies gar nicht erst machen sollte. In manchen Fällen bedeute dies, mehr Zeit zu investieren, um ein bestimmtes Feature entsprechend gut zu bekommen, in manchen Fällen meint dies das Entfernen von Code, für den keine Hoffnung besteht, dass Mozilla diesen auf absehbare Zeit verbessern wird. In anderen Fällen meint dies das Finden von Drittanbieter-Diensten und Add-ons, welche die Aufgabe besser umsetzen als Mozilla es könne. Es sei zu erwarten, dass sich ein Teil von Mozillas Anstrengungen von der Implementierung neuer Features dahin verlagern wird, bestehende Features zu verbessern, dass sie wieder Mozillas Standards erreichen.

In diesem Zusammenhang wird noch einmal Electrolysis, kurz: e10s, Mozillas Multiprozessarchitektur für Firefox, als wichtige Voraussetzung hervorgehoben. Dies sei der einzige Weg, um Firefox so flott zu bekommen, dass er sich auch wirklich großartig anfühlt.

Integration von Partner-Diensten, bessere Add-ons

Camp schreibt, dass man zuletzt verstärkt mit Partnern gearbeitet hat, die dabei geholfen haben, Teile zu entwickeln, die Mozilla nicht alleine bereitstellen könne, Hello (in Zusammenarbeit mit Telefónica entwickelt) und Pocket werden als aktuelle Beispiele genannt. Man habe auch mit Pocket zusammengearbeitet, dass diese ihre Datenschutzgrundsätze anpassen, damit diese besser mit den Grundsätzen von Mozilla vereinbar seien, ebenfalls habe man darauf geachtet, dass der damit zusammenhängende Code, der mit Firefox ausgeliefert wird, angemessen lizenziert ist. Aber es hätte auch Einwände der Nutzer gegeben, mit denen man sich beschäftigen müsse. Dabei stimmt Camp der Kritik zu, die es für die direkte Integration in Firefox gab, stattdessen hätte Pocket aus Sicht einiger Nutzer als mit Firefox gebündeltes Add-on ausgeliefert werden sollen. Man wolle dies für Pocket sowie für alle zukünftigen Partner-Integrationen korrigieren. Auch die prominente Darstellung auf dem Hauptbildschirm sei nicht optimal, da dies keine Lösung sei, die gut skaliert, insbesondere, wenn Mozilla in Zukunft mit weiteren Partnern zusammenarbeitet. Man müsse herausfinden, was der beste Weg sei, um solche neuen Dienste in der Oberfläche darzustellen.

Weiter beabsichtige man, einen bedeutenden Aufwand zu investieren, um Add-ons noch besser zu machen, indem man sowohl die Sicherheit als auch die Performance verbessere und bessere APIs baue, welche die plattformübergreifende Kompatibilität verbessern, um es für Partner und Entwickler von Add-ons einfacher zu machen.

Feature-Fokus auf Themen, welche Firefox zum Browser der Wahl gemacht haben

Neue Feature sollen vor allem Bereiche betreffen, welche Firefox überhaupt erst zum Browser der Wahl für die Nutzer gemacht haben, was im Falle von Firefox in erster Linie Features bedeutet, welche dem Nutzer mehr Kontrolle geben. Beginnen wolle man hier mit dem Thema Online-Privatsphäre und wird in Kürze einen verbesserten privaten Modus in Firefox integrieren.

Go Faster: Schnellere Auslieferung von Verbesserungen, Features als Add-ons

Auf den Projektnamen Go Faster hört ein Projekt mit dem Ziel, Verbesserungen schneller auszuliefern, außerdem die Download- und Updatezeiten zu verringern, ebenso die Zeit, die es für Mozilla benötigt, eine neue Version zu erstellen und zu veröffentlichen. Kritische Fixes sollten innerhalb von Minuten, nicht von Tagen den Nutzer erreichen. Einzelne Features sollen zum Testen an Teile der Nutzer ausgeliefert werden können.

Die Projektseite im Mozilla Wiki zeigt auch noch einmal den Plan, Features, welche Dienste integrieren, als Add-ons auszuliefern und damit von der Entwicklung des Browsers zu entkoppeln. Diese System-Add-ons lassen sich zwar nicht komplett deinstallieren, aber über den Add-on Manager deaktivieren. Auf der Wiki-Seite wird auch die Auslagerung von Firefox Hello als ein solches System-Add-on genannt. Die Übersetzungen sollen ebenfalls auf diese Weise entkoppelt werden, die Sprache könnte dann über den Installer als Teil des Installationsprozesses heruntergeladen werden.

Das Ende der Ära von XUL und XBL wird eingeläutet

Eine Besonderheit von Firefox ist, dass auch die Oberfläche von Firefox teilweise auf Webstandards basiert und via JavaScript und CSS angesprochen werden kann. Teilweise, weil Firefox nach wie vor auch auf XUL und XBL basiert. Diese Mozilla-Standards sollten einst die Lücke füllen, welche HTML/CSS/JavaScript nicht schließen konnten. Mittlerweile haben sich die Webstandards aber enorm weiterentwickelt, während XUL und XBL keine Webstandards sind. Da XUL/XBL nicht die gleiche Aufmerksamkeit erhalten wie Webstandards würden Performance-Probleme auch nicht behoben und die Komplexität innerhalb der Gecko-Engine erhöhe die Mozilla-spezifische Technologie ebenfalls. Daher beabsichtige man, Firefox vom Einsatz von XUL und XBL wegzubewegen. Die Planungen hierzu seien aber noch in einem ganz frühen Stadium. Vor allem die Kompatibilität von Add-ons dürfte hier eine große Hürde sein. Dies kann also eher als ein langfristiges Vorhaben verstanden werden.

Änderung des User-Agents von Firefox 41+ für Android

Entwickler, welche User-Agent-Sniffing betreiben, müssen sich auf eine Änderung des User-Agents von Firefox für Android erstellen. Diesen wird Mozilla aller Voraussicht nach mit Firefox 41 ändern.

Browser senden bei jedem Seitenaufruf einen sogenannten User-Agent an die jeweilige Webseite. Dieser beinhaltet Informationen über das verwendete Betriebssystem, den Browser sowie die Browserversion und wird von Webseiten häufig benutzt, um unterschiedliche Versionen einer Webseite an Systeme mit unterschiedlichen Fähigkeiten bereitzustellen. Um die Kompatibilität mit Webseiten zu verbessern, wird Mozilla voraussichtlich ab Version 41 einen geänderten User-Agent in Firefox für Android senden, welcher zusätzlich die verwendete Android-Version beinhaltet. Damit ist der User-Agent nach folgendem Schema aufgebaut:

Mozilla/5.0 (Android ; Mobile; rv:) Gecko/ Firefox/

Dabei wird es noch eine Besonderheit geben: auf Geräten mit einer Android-Version kleiner als 4.0 wird Firefox als Versionsnummer Android 4.4 angeben. Bei Verwendung von Android 4.0 und höher wird die reale Android-Version angegeben.

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