10 Jahre Firefox – Wofür stehen Mozilla und Firefox?

Dieser Artikel wurde durch Michael Kohler verfasst. Michael ist ein Mozilla Rep aus der Schweiz und hilft Mozilla, indem er die Gemeinschaft in der Schweiz, Deutschland und Österreich mitkoordiniert. Er ist seit 2008 als Freiwilliger in der Mozilla Gemeinschaft tätig.

Was ist Mozilla?

Viele von Ihnen werden Mozilla vor allem wegen Firefox kennen. Aber wie steht’s z.B. mit Webmaker? Bugzilla? Oder der Tatsache, dass Mozilla eine gemeinnützige Stiftung und kein Profit-Unternehmen ist?

Die Mozilla Stiftung wurde im Juli 2003 gegründet und koordiniert seither das gesamte Mozilla Projekt und deren Produkte. Entstanden ist diese durch ehemalige Netscape Mitarbeiter. Über die Entstehungsgeschichte von Mozilla können Sie in der Dokumentation “Code Rush”  mehr erfahren.

Begonnen hat alles mit Firefox, doch mittlerweile entwickelt Mozilla mehr als nur Firefox. Dazu gehören Thunderbird (Gemeinschaftsprodukt), Bugzilla, Webmaker-Werkzeuge und vieles mehr. Alle diese Produkte wurden unter Anbetracht des Mozilla Manifests entwickelt und fortgeführt.

Das Web wurde innerhalb der letzten 20 Jahre zu einem wichtigen Bestandteil unserer Gesellschaft, daher sind wir bei Mozilla der Überzeugung, dass das Web offen und frei zugänglich sein muss. Das Internet soll das Leben von Menschen verbessern, nicht verschlechtern. Dazu gehört auch, dass jedermanns Sicherheit und Privatsphäre im Internet fundamentale Rechte sind und nicht als optional angesehen werden dürfen.

In den nächsten Jahren werden immer mehr Leute ein online-fähiges Gerät besitzen. Damit wir alle vom Internet profitieren können, ist es wichtig, dass das Internet nicht von einigen wenigen kommerziellen Firmen kontrolliert wird und wir alle dazu genötigt sind, die Produkte dieser Firmen zu verwenden, um überhaupt Zugang zum Web zu erhalten. Besonders wichtig ist es, dass “Internet-Neulinge” das Web nicht nur konsumieren, sondern dieses auch aktiv mitgestalten können.

Aus diesen Gründen setzen wir uns auch für offene Web Standards ein und reichen immer wieder neue offene Standard-Vorschläge bei den diversen Gremien (z.B. W3C) ein. Offene Standards sind aus unserer Sicht nötig für ein erfolgreiches, offenes Weiterbestehen des Webs.

Was ist Firefox?

Die erste Version von Firefox wurde am 9. November 2004 veröffentlicht. Alles Gute zum Geburtstag, Firefox! Vor Firefox hieß das Produkt Phoenix und Firebird. Diese beiden Namen wurden jedoch aus markenrechtlichen Gründen seit Februar 2004 nicht mehr verwendet.

Firefox wird heute hauptsächlich von der Mozilla Corporation, welche der Mozilla Foundation zu 100% gehört, und der Mozilla Gemeinschaft von Freiwilligen entwickelt. Wir wenden unsere Grundsätze und Mission auch bei Firefox an, daher werden auch alle Erneuerungen, welche dem gesamten Web einen Vorteil bringen, von uns spezifiziert und als Standard-Vorschlag eingereicht.

Firefox ist seit zehn Jahren die einzige unabhängige Browser-Wahl. Das Ziel von Firefox ist es, nicht die Unternehmung dahinter in den Vordergrund zu stellen, sondern den Benutzer selbst. Der Benutzer soll die Kontrolle haben und wissen, welche Daten er an Mozilla weitergibt. Bei anderen Browsern ist dies meistens unklar. Wir werden auch in den nächsten zehn Jahren für das offene Web kämpfen und Firefox wird dabei immer vorne mit im Rennen sein. Firefox ist die beste Wahl für alle, die vollständige Kontrolle über ihren Browser haben möchten.

Allen, die in den letzten Jahren von Firefox auf Chrome oder einen anderen Browser gewechselt sind, möchte ich eine kleine Aufgabe mit den Weg geben. Installieren Sie sich im Verlauf der nächsten Woche die aktuelle Version von Firefox und verwenden Sie diese einen Tag lang. Falls Ihnen Firefox immer noch nicht gefällt, kein Problem. Ich habe jedoch das Gefühl, dass Sie viele neue Funktionen und Feinheiten entdecken werden, die das tägliche Arbeiten im Internet erleichtern. Dieselbe Aufgabe dürfen Sie natürlich sehr gerne lösen, wenn Sie Firefox noch nie verwendet haben!

Firefox 36: Update-Ereignisse im Firefox-Menü anzeigen

Firefox 36 erhält eine Neuerung, welche es ermöglicht, Update-Ereignisse direkt im Firefox-Menü darzustellen.

Ab Firefox 36 besteht die Möglichkeit, über das Firefox-Menü anzuzeigen, wenn Firefox zur Installation eines Updates neu gestartet werden muss oder die Installation eines Updates fehlgeschlagen ist. Dies kann vor allem dann hilfreich sein, wenn Silent Updates (app.update.silent) aktiviert sind und Firefox daher keine Benachrichtigung über solche Update-Ereignisse anzeigt. Um diese Neuerung zu aktivieren, muss über about:config der Schalter app.update.badge per Doppelklick auf true gesetzt werden.

MediaMarkt nimmt weiteres Firefox OS-Smartphone ins Angebot auf

Nach dem Alcatel One Touch Fire C nimmt MediaMarkt Deutschland nun auch das Alcatel One Touch Fire E mit Firefox OS ins Angebot auf.

Vor fast genau einem Monat habe ich darüber berichtet, dass MediaMarkt Smartphones mit Firefox OS ins Angebot aufgenommen hat. Seit dem verkauft MediaMarkt in Österreich das Alcatel One Touch Fire E und MediaMarkt in Deutschland das Alcatel One Touch Fire C. In Deutschland hat man sein Angebot mittlerweile erweitert und verkauft auch hier das Alcatel One Touch Fire E. Das in der Farbe Orange erhältliche Gerät ist für einen Preis von 199 Euro vertragsfrei zu haben (159,99 Euro in Österreich).

Mozilla aktiviert Multiprozess-Architektur in Firefox Nightly

Mozilla arbeitet bereits seit geraumer Zeit an einer Multiprozess-Architektur für Firefox. In der Nightly-Version von Firefox ist der neue Modus ab sofort standardmäßig aktiviert.

Mozilla macht große Fortschritte bei der Entwicklung der Multiprozess-Architektur von Firefox (Electrolysis, e10s). Zwar liegt noch eine ganze Menge Arbeit vor Mozilla, doch ist man mittlerweile so weit, dass Firefox ab dem heute erscheinenden Nightly-Build des kommenden Firefox 36 standardmäßig in diesem Modus laufen wird.

Die standardmäßige Aktivierung betrifft jedoch lediglich die Nightly-Version. Sobald Firefox 36 in die Aurora-Phase übertritt, wird e10s dort nicht mehr standardmäßig aktiviert sein. In den letzten Wochen und Monaten wurden zwar viele Fortschritte erzielt, nichtsdestominder müssen Nightly-Nutzer noch damit rechnen, dass einige Dinge noch nicht funktionieren, insbesondere was die Kompatibilität mit Add-ons betrifft. Wer genug getestet hat und e10s wieder deaktivieren möchte, kann dies über die Einstellungen tun, dort ist direkt die erste Einstellung für das Aktivieren respektive Deaktivieren von e10s verantwortlich.

Firefox 33.0.3 behebt Grafikfehler

Mozilla hat das dritte außerplanmäßige Update für Firefox 33 veröffentlicht und behebt damit weitere schwarze Firefox-Fenster der Versionsreihe 33.x.

Mit Firefox 33 hat Mozilla das sogenannte Off Main Thread Compositing für Windows-Nutzer standardmäßig aktiviert. Bei bestimmten Kombinationen von Grafikkarte und -treiber kann dieses ein schwarzes Firefox-Fenster verursachen. Mozilla justiert nun zum dritten Mal nach und blockiert mit Firefox 33.0.3 weitere fehlerhafte Treiber.

Grundsätzlich ist es allen Nutzen empfohlen, seinen Grafikkartentreiber aktuell zu halten. In den meisten Fällen gibt es aktuellere Treiber, mit denen man von diesen Problemen oder anderen Darstellungsfehlern gar nicht erst betroffen ist.

Firefox OS expandiert nach Afrika

Mozilla hat heute die Zusammenarbeit mit weiteren Partnern und den baldigen Marktstart von Firefox OS in Afrika bekanntgegeben.
Firefox OS expandiert weiter und wird bald auch auf Smartphones in Afrika zu finden sein. Das hat Mozilla heute bekannt gegeben. In diesem Zusammenhang hat man die Zusammenarbeit mit drei weiteren Partnern angekündigt, welche Smartphones mit Firefox OS vertreiben werden: Airtel, MTN South Africa sowie Tigo, einer Marke von Millicom.

Dieser Artikel erschien zuerst auf www.soeren-hentzschel.at - Nachrichten aus der Welt von und um Mozilla.

Mozilla kündigt Firefox für Entwickler an

Firefox wird zehn. In diesem Zusammenhang hat Mozilla nun offiziell eine Version von Firefox speziell für Entwickler angekündigt.

In wenigen Tagen, am 9. November, feiert Firefox seinen zehnten Geburtstag seit dem Erscheinen von Firefox 1.0. Geschenke verteilt aber Mozilla. Heute hat Mozilla den ersten Browser angekündigt, welcher speziell auf Webentwickler zugeschnitten ist. Mozilla verrät nicht viel, sondern weckt zunächst Interesse. Am 10. November soll Firefox für Entwickler veröffentlicht werden – dann gibt es natürlich hier auf dem Blog einen ausführlichen Artikel, welcher die neue Firefox-Version vorstellen wird. Was Mozilla bereits verrät: die Entwickler-Version besitzt ein anderes Design als der reguläre Firefox, außerdem ist der Firefox Tools Adapter integriert – darüber stehen die Entwickler-Werkzeuge von Firefox auch in anderen Browsern zur Verfügung.

Video auf YouTube ansehen

Nightly-Version von Firefox für Android erhält Reporter für Kompatibilitätsprobleme mit Webseiten

Die Nightly-Version von Firefox Mobile für Android erhält einen Reporter für Kompatibilitätsprobleme mit Webseiten. Damit können Webseiten, welche in Firefox für Android nicht wie erwartet funktionieren, im Bugtracker von webcompat.com gemeldet werden.

Nicht jede Webseite funktioniert in jedem Browser gleich gut. Auf Smartphone-Browsern ist die Wahrscheinlichkeit für eine unterschiedliche Darstellung in unterschiedlichen Browsern tendenziell höher als bei Desktop-Browsern. Um solche Probleme künftig melden zu können, hat Mozilla in Firefox Mobile für Android – allerdings nur in der Nightly-Version – einen Menüeintrag hinzugefügt, um solche Kompatibilitätsprobleme auf webcompat.com zu melden, einem Bugtracker für das Web, welcher vom Mozilla Web Compatibility Team ins Leben gerufen wurde. Ein Klick auf diesen Menüeintrag öffnet die Webseite mit dem Formular zum Melden eines Fehlers, auf welchem die Felder bereits vorausgefüllt sind, welche automatisch ausgefüllt werden können, wie die URL der aufgerufenen Webseite oder die verwendete Firefox-Version. Fragt man auf einer Webseite die Desktop-Version an, wird man gefragt, ob man ein Problem mit der Mobil-Version der jeweiligen Webseite melden möchte.

Mozilla hat dieses Feature zwar nur in die Nightly-Version von Firefox Mobile für Android integriert, aber es lässt sich auch in alle anderen Versionen des Mozilla-Browsers integrieren, denn es handelt sich dabei um die Integration eines Add-ons, welches von der Mozilla Add-on-Seite heruntergeladen werden kann. Das Add-on gibt es außerdem auch für den Desktop-Firefox.

Mozilla arbeitet an App zur App-Erstellung für Firefox OS, Android & iOS

Im Rahmen von Mozilla Webmaker arbeitet Mozilla an einer App für Firefox OS, Android und iOS, um Web-Apps für das Smartphone direkt auf dem Smartphone zu erstellen.

Mozilla Webmaker ist eine Gemeinschaft, welche sich der Aufgabe widmet, digitale Fähigkeit und Netzkunde zu lehren, wie Mozilla auf seiner Webseite schreibt. In diesem Zusammenhang steht, Nutzer nicht nur zu Konsumenten des Webs zu machen, sondern darüber hinaus Nutzer mit dem Erstellen eigener Inhalte für das Web vertraut zu machen, also eine neue Generation von Webmakern zu fördern.

Mozilla arbeitet in diesem Zusammenhang an einer Webmaker-App, welche das einfache Erstellen von Smartphone-Apps auf dem Smartphone ermöglicht. Wie TNW berichtet, sollen die Apps für Firefox OS und Android gemeinsam nicht vor Anfang 2015 veröffentlicht werden, eine iOS-Version soll später folgen.

Die Webmaker-App soll dabei eine besonders einfache Oberfläche bereitstellen, um mobile Applikationen direkt auf dem Smartphone zu erstellen und zu veröffentlichen und damit letztlich Inhalte anderen Nutzern zur Verfügung zu stellen. Das dürfte besonders interessant für die neuen Smartphone-Märkte sein. In der Beschreibung auf der dazugehörigen GitHub-Seite werden Bangladesch, Indien und Kenia als Beispiele für Länder genannt, in denen Geräte mit Firefox OS erscheinen und in denen man das Entwickeln und das Teilen von Anwendungen fördern möchte.

Der Nutzer wählt sich dabei eine Vorlage aus oder startet von null und platziert darauf Blöcke für Texte, Bilder, Formulare, Geolocation oder mehr. Details wie Farben lassen sich simpel ändern, der Anwender kommt dabei mit keiner einzigen Zeile Code in Berührung. Hier steht wirklich der Inhalt im Vordergrund. Die grundsätzliche Idee erinnert sehr stark an den Mozilla Appmaker, aber noch weiter vereinfacht und für die Benutzung auf dem Smartphone optimiert.

 

Geolokalisierung: Mozilla veröffentlicht Stumbler 1.0

Mit dem Mozilla Location Service gibt es einen eigenen Geolokalisierungs-Dienst von Mozilla. Ein solcher Dienst ist natürlich von Standortdaten abhängig und zum Zweck der gemeinsamen Datensammlung gibt es den Mozilla Stumbler, dessen Version 1.0 nun fertiggestellt wurde und über den Google Play Store für Smartphones und Tablets mit Android heruntergeladen werden kann.

Den Mozilla Stumbler sollten sich alle herunterladen, welche ein Smartphone oder Tablet mit Android besitzen und zu einem freien Geolokalisierungsdienst als Alternative zu den Diensten kommerzieller Anbieter beitragen wollen. So nutzt Firefox beispielsweise standardmäßig die Google Geolocation API, man kann aber auf Mozillas eigenen Mozilla Location Service umstellen, auch für Geräte mit Firefox OS spielt der Mozilla Location Service eine wichtige Rolle. Natürlich können hiervon auch andere Projekte profitieren, welche nicht direkt mit Mozilla zu tun haben, aber den Mozilla Location Service nutzen.

Der Mozilla Stumbler ist ein Open Source-Scanner, welcher GPS-Daten für den Mozilla Location Service sammelt. Dabei stolpert der Stumbler – daher auch der Name – im Hintergrund über WLAN-Netzwerke und Mobilfunkmasten, anhand derer Positionsdaten ermittelt werden. Hierfür muss man nichts weiter tun als sein Smartphone eingeschaltet zu haben, es kann wie gewohnt genutzt werden. Auf einer Karte zeigt Mozilla die bisherige Abdeckung. Durch das Besuchen bislang nicht blau dargestellter Gebiete kann man zu einer besseren Abdeckung beitragen, aber auch das Besuchen bereits erfasster Gebiete ist hilfreich, um die Genauigkeit zu verbessern. Die erfassten Daten sollen bereits am jeweils nächsten Tag berücksichtigt werden.

Ein gewisser Gamification-Faktor kann enorm zur Motivation beitragen, einen solchen Dienst ganz bewusst und aktiv zu nutzen, das weiß auch Mozilla, darum gibt es ein Leaderboard, welches die aktivsten Stumbler-Nutzer zeigt. Bewusst und aktiv nutzen kann in diesem Zusammenhang beispielsweise bedeuten, seine tägliche Strecke zur Arbeit zu variieren oder immer neue und unbekannte Wege zu suchen, bereits genannte Karte kann Anregungen bieten, wo es sich lohnt.

Bei geringem Akkustand stellt der Mozilla Stumbler von alleine seine Aktivität ein. Aktuelle Statistiken gibt es hier. Übrigens besitzt Firefox Mobile für Android ab Version 35 eine abgespeckte Stumbler-Version direkt in den Browser integriert. Diese sammelt, wenn in den Einstellungen aktiviert, lediglich Standortinformationen, ohne eine zusätzliche Oberfläche dazu bereitzustellen.

Inhalt abgleichen