Kommentar: Wieso ausnahmslos jedes Firefox-Update wichtig ist

Alle sechs Wochen veröffentlicht Mozilla ein Update für Firefox, manchmal wird sogar noch ein außerplanmäßiges dazwischengeschoben. Nicht jeder versteht die Notwendigkeit hierfür und so denkt mancher, es sei eine akzeptable Option, ein Update auszulassen oder gar auf eine ältere Version zurückzuwechseln, weil man keine für sich sinnvollen Neuerungen entdeckt oder gar Probleme mit einem Update hat. Mit diesem Kommentar möchte ich ausführen, wieso ich davon nur abraten kann und wieso ausnahmslos jedes Update wichtig ist.

Dieser Kommentar spricht zwar ausdrücklich von Firefox, geht aber über den Tellerrand von Firefox hinaus, denn nichts anderes gilt für Thunderbird, SeaMonkey und zumindest weitestgehend für so ziemlich jedes andere Produkt auch.

Mozilla veröffentlicht mindestens ein Update alle sechs Wochen, welches diverse Neuerungen bringt, mal sind ein paar Dinge mehr nennenswert, mal sind es ein paar Dinge weniger. Die Release Notes stellen in jedem Fall immer nur eine kleine Auswahl der Neuerungen dar. Zumindest Leser dieses Blogs sind immer besser informiert als andere.

Nach einem Update kann es durchaus vorkommen, dass Mozilla eine Option aus dem Produkt entfernt hat, welche man gerne weiter hätte, oder dass sich das Standardverhalten in einem Punkt geändert hat. Vielleicht sorgt auch eine Änderung dafür, dass die Lieblings-Erweiterung nicht mehr kompatibel ist. Einige Nutzer ziehen es dann in Betracht, einfach auf eine ältere Version wieder zurückzuwechseln und vielleicht sogar die Updates zu deaktivieren. Sinnvolle Neuerungen können diese Nutzer nach eigenen Angaben meistens sowieso nicht feststellen, sehen daher auch keinen Nachteil darin. Das ist aber eine furchtbar schlechte Idee.

Alleine aus Gründen der Sicherheit ist es jedem dringend anzuraten, immer die neuste Version zu benutzen. Schon die Idee, ein Produkt für die Kommunikation und Interaktion im Internet zu nutzen, welches bekannte Sicherheitslücken beinhaltet, grenzt an Wahnsinn. Ironischerweise sind das dann auch häufig Nutzer, welche eine Sicherheits-Software einsetzen. Da lautet meine persönliche Empfehlung immer: Deinstalliere die Sicherheits-Software, die frisst nur Ressourcen. Denn wozu benötigt jemand eine Sicherheits-Software, wenn er sowieso Sicherheitslücken in Kauf nimmt und damit Angreifern Tür und Tor öffnet? Mozilla hat eine eigene Seite für bekannte geschlossene Sicherheitslücken in Firefox und Thunderbird. Man muss gar nicht mal verstehen, was das bedeutet, was da steht. Das ist Englisch und sehr technisches Englisch dazu. Es reicht bereits, einfach mal die Einträge zu zählen und die Farben zu betrachten; Rot steht naheliegenderweise für die kritischste Form der Sicherheitslücke. Das sollte einem ein gutes Gefühl dafür geben, dass es eine reale Gefahr ist, eine veraltete Version einzusetzen. Fest steht: Das Internet ist kein Ponyhof und grundsätzlich als potentiell gefährlich zu betrachten. Und fest steht auch: Wo Sicherheitslücken existieren, da werden diese auch ausgenutzt. Die meisten Angriffe führen dann zum Erfolg, wenn das System nicht auf dem aktuellsten Stand ist. Und nichts wäre einfacher zu verhindern als das. Keine Sicherheits-Software kann die Sicherheits-Updates eines Produktes ersetzen. Und bei den Mozilla-Produkten ist bis auf ganz, ganz wenige Ausnahmen jedes Update ein Sicherheits-Update. Und Sicherheit hört nicht beim Schließen von Sicherheitslücken auf. So erhält manche neue Firefox-Version auch neue Sicherheits-Features.

Als nächstes möchte ich auf den Punkt eingehen, dass die neue Version X ja sowieso keine interessanten Neuerungen beinhaltet. Ich denke, die meisten wären erstaunt, wenn sie mal sehen würden, wie viel sich mit jedem Firefox-Update tut. Dass da nur wenig bis gar nichts dabei ist, was einen persönlich auf den ersten Blick interessiert, das mag natürlich sein. Aber dann frage ich: Welches sichtbare Feature wird denn überhaupt vermisst? Die wesentlichen Dinge, die kann Firefox doch. Wozu braucht Firefox unbedingt das Killer-Feature Y, um einen Versionssprung zu rechtfertigen? Ich sehe das so: Mir reicht bereits eine einzige Verbesserung und schon sehe ich einen Grund für die neue Version. So wurde beispielsweise in Firefox 24 der PDF-Betrachter um progressives Laden der PDF-Dateien erweitert – man kann seit dem also PDF-Dateien bereits anfangen zu lesen, bevor das gesamte Dokument geladen ist. Gemessen an der Gesamtheit aller Verbesserungen mag das wenig sein, aber doch genug, um bereits einen Mehrwert darzustellen.

Die Wahrheit ist allerdings viel mehr: Die wesentlichen, wichtigsten und besten Dinge, worauf es bei einem Browser wirklich ankommt, die stecken unter der Haube, die sind unsichtbar, die nimmt niemand aktiv wahr. Das ist zum einen die Performance. Ein Großteil der Anwendungen im Web wird immer komplexer. Wir betrachten es als selbstverständlich, dass das alles zügig abläuft, aber damit das so ist, wird ein unvorstellbar großer Aufwand in die Verbesserung der Performance gesteckt. Und man kann sagen, was man will: Ein schnellerer Browser ist besser, für jeden. Die wenigsten werden mit der Stoppuhr dasitzen oder Geschwindigkeitsunterschiede zweier aufeinanderfolgender Firefox-Versionen wirklich wahrnehmen. Vergleicht man aber einmal die Geschwindigkeit zweier Firefox-Versionen, die im Abstand eines Jahres oder gar zweier veröffentlicht wurden, dann macht das einen Unterschied. Und noch wichtiger: Die Unterstützung von Webstandards. Nein, das ist eben nichts, was nur Entwickler tangiert, sondern absolut jeden betrifft, der einen Browser benutzt. Webstandards sind die Grundlage aller Webseiten, die wir täglich besuchen. Kaum ein durchschnittlicher Anwender wird sich darüber ganz bewusst freuen, wenn Firefox einen neuen Webstandard unterstützt. Der Punkt ist: Wenn wir eine Webseite besuchen, welche auf diesen Webstandard setzt, dann setzen wir als Anwender voraus, dass Firefox diese Webseite auch in vollem Umfang unterstützt. Und in ausnahmslos jeder Firefox-Version gibt es weitere Verbesserungen an der Front der Webstandards. Und so rasant schnell, wie sich das Web entwickelt, ist das auch notwendig. Und damit sind wir auch wieder bei dem Punkt, wieso das Release-Modell mit sechswöchigen Veröffentlichungen ein Segen ist.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ganz egal, ob wir viele sichtbare Veränderungen in einem Firefox-Update sehen oder auf den ersten Blick überhaupt kein Mehrwert für uns drin steckt, es gibt kein unwichtiges Firefox-Update und es ist eine schlechte und wenig durchdachte Entscheidung, eine veraltete Version einzusetzen. Wie es auch bei Menschen vor allem auf die inneren Werte ankommt, ist das bei einem Browser nicht viel anders. Am Ende geht es primär um die Darstellung von und Interaktion mit Webseiten und die Verbesserungen hierfür liegen nun einmal unter der Haube und ziehen keine große Aufmerksamkeit auf sich.

Was ist nun aber mit dem Punkt, dass das Update auf Version X die Lieblings-Erweiterung inkompatibel gemacht hat oder eine Einstellung vermisst wird? Das sollte niemals und unter gar keinen Umständen höher als die Sicherheit gewichtet werden. Hier lautet die Empfehlung: Ab ins Forum von camp-firefox.de, denn hier konnte bislang den allermeisten geholfen werden. Meistens gibt es nämlich tatsächlich Alternativen, man muss einfach nur seine Bequemlichkeit ablegen und bereit sein, diese zu finden.

Mozilla Tin Can: Video-Unterhaltung mit Mozilla Persona-Anmeldung

Mit Tin Can gibt es eine neue Beispielanwendung für WebRTC von Mozilla. Bei Tin Can handelt es sich um eine Webseite für Video-Unterhaltung, zu welcher man sich mittels Mozilla Persona anmeldet.

Tin Can (www.tincan.im) ist eine Webseite für Video-Unterhaltungen mittels WebRTC. Dazu meldet man sich via Mozilla Persona an und startet eine Video-Unterhaltung durch Eingabe der E-Mail-Adresse einer anderen Person (welche diese Einladung natürlich zunächst einmal annehmen muss). Selbstverständlich ist Tin Can Open Source, wie man es von Mozilla anders nicht kennt. Das Projekt hat ausdrücklich noch den Alpha-Status. Als Voraussetzung wird lediglich ein WebRTC-kompatibler Browser wie Firefox oder Chrome benötigt. Im Test funktionierte Tin Can ohne Probleme in der aktuellsten Firefox-Version, allerdings nicht in den Nightly-Builds von Firefox.

(die beiden farbigen Flächen zeigen jeweils das Bild der beiden Kameras)

JSFiddle integriert TogetherJS von Mozilla zur Echtzeit-Kollaboration

TogetherJS ist eine von Mozilla entwickelte Open Source JavaScript-Bibliothek, welche in Webseiten implementiert werden kann, um diese mit Features zur Echtzeit-Kollaboration zu erweitern. Mit JSFiddle hat eine prominente Webseite TogetherJS integriert.

Ursprünglich als Projekt der Mozilla Labs unter dem Namen TowTruck entwickelt, hört die JavaScript-Bibliothek mittlerweile auf den Namen TogetherJS. TogetherJS erlaubt die Zusammenarbeit auf beliebigen Webseiten. Dafür muss nicht mehr getan werden als die Bibliothek in die Webseite einzubinden. Schon stehen den Nutzern Features zur Echtzeit-Kollaboration zur Verfügung, ohne dass diese ein Plugin dafür installiert haben müssen: Sie können in Echtzeit miteinander schreiben, sich gegenseitig hören und sehen auch ihre Mauszeiger.

Video auf YouTube ansehen

JSFiddle ist ein sehr bekanntes Projekt, welches das schnelle Testen und Teilen von Code erlaubt. Dafür gibt es auf der Seite vier große Bereiche: Eingabefelder jeweils für HTML, CSS und JavaScript sowie ein Bereich für die Ausgabe. Die sogenannten Fiddles können ganz einfach per Link mit anderen geteilt werden. Seit einigen Wochen besitzt JSFiddle einen weiteren Button in der Buttonleiste oben, welcher mit Collaboration beschriftet ist. Dahinter verbirgt sich nicht weniger als TogetherJS von Mozilla.

Australis: Mozilla bittet um Feedback per Umfrage

Mozilla plant mit Firefox 29 die Einführung von Australis, einem moderneren Erscheinungsbild für Firefox mit diversen Auswirkungen auf die Anpassbarkeit des Browsers. Mozilla bittet Nutzer, welche Australis getestet haben, um das Ausfüllen einer kurzen Umfrage zum neuen Design.

Am 18. November ist Australis im Hauptentwicklungszweig von Firefox gelandet. Seit dem wird Australis weiterer Feinschliff verpasst, Fehler werden behoben und natürlich sammelt und evaluiert Mozilla Feedback zu Australis. Um weiteres Feedback zu erhalten, hat Mozilla nun eine kurze Umfrage zu Australis gestartet. Dafür hat Mozilla dieser Tage die What’s New-Seite für Firefox Nightly reaktiviert, welche kurz auf das neue Design eingeht und einen Button zur Umfrage enthält. Hier der Direktlink zu Umfrage:

Mozilla Firefox 29 Umfrage

Die Umfrage (nur in englischer Sprache verfügbar) besteht aus zwei Seiten. Auf der ersten Seite geht es um den ersten Eindruck sowie den Eindruck nach etwas längerem Testen jeweils auf einer Skala von 1 bis 7. Dann wird gefragt, ob das neue Design die Art, wie man Firefox nutzt, bedeutend verändert habe oder ob es einen gar davon abhalte, Firefox so zu nutzen wie man möchte. Beantwortet man diese Frage mit Ja, dann erscheint darunter ein Textfeld, in welches man eintragen kann, inwiefern sich die Nutzung von Firefox mit Australis verändert und welche Aktionen nun schwieriger oder gar unmöglich für einen sind. Am Ende der ersten Seite gibt es noch ein weiteres Textfeld, in welches man generelle Bemerkungen eintragen kann, die Mozilla dabei helfen können, die Oberfläche zu verbessern.

Die zweite Seite dreht sich um die Anpassungsmöglichkeiten mit Australis. Hier gibt es bei der ersten Frage verschiedene Checkboxen und Mozilla möchte wissen, welche Möglichkeiten davon vor Australis genutzt worden sind. Die zweite Frage ist sehr ähnlich, dreht sich nun aber um Australis. Am Ende gibt es wieder ein Textfeld für allgemeine Bemerkungen rund um die Anpassungsmöglichkeiten von Firefox mit Australis.

Weiterer Tipp um Feedback zu geben: Telemetrie aktivieren

Firefox OS 1.0 im detaillierten Überblick

Seit Juli sind die ersten Geräte mit Firefox OS auf dem Markt, seit Oktober auch in Deutschland. In einer dreiteiligen Serie soll ein Überblick über ein Smartphone mit Firefox OS sowie Firefox OS selbst gegeben werden.

Teil 1: Review: Geeksphone Peak mit Firefox OS
Teil 2: Firefox OS 1.0 im detaillierten Überblick
Teil 3: Die Neuerungen von Firefox OS 1.1

Nachdem wir bereits einen guten Eindruck vom Geeksphone Peak haben, soll es nun um Firefox OS selbst gehen. Dabei wird dieser Teil der Serie als bebilderter Rundgang durch das gesamte System gestaltet werden. Weitere Einblicke wird Teil 3 der Serie geben, welcher die Neuerungen von Firefox OS 1.1 herausarbeitet – die Version, mit der auch das Alcatel One Touch Fire über Congstar in Deutschland vertrieben wird.

Der erste Start – Einrichtung von Firefox OS

Der erste Start von Firefox OS wird durch einen Assistenten begleitet, welcher durch die Ersteinrichtung des Telefons führt. Im ersten Schritt wählt man die Sprache, dann aktiviert man optional die Datenverbindung (standardmäßig deaktiviert, da Kosten entstehen können) und daraufhin auf Wunsch noch ein WLAN-Netzwerk. Der nächste Schritt sind dann Einstellungen zu Datum und Uhrzeit und schließlich der Import von Kontakten von der SIM-Karte. Am Ende bittet Mozilla noch darum, Informationen zum Telefon an Mozilla zu übertragen, um Firefox OS nach eigenen Angaben schneller und benutzerfreundlicher zu machen, ein Link führt zu weiteren Informationen. Standardmäßig ist auch diese Option deaktiviert. Außerdem kann noch eine E-Mail-Adresse hinterlegt werden, über welche man über Neuigkeiten informiert wird. In diesem Zusammenhang stellt Mozilla auch direkt die Datenschutzerklärung zum Abruf bereit.

Im Anschluss daran folgt noch eine kurze Einführung, welche das grundlegende Bedienkonzept erklärt.

Sperrbildschirm und Homescreens

Das erste Bild zeigt den Sperrbildschirm von Firefox OS mit der wohl wichtigsten Funktion: Die Anzeige der Uhrzeit (und des Datums). Direkt in den Sperrbildschirm integrierte Widgets gibt es nicht. Streicht man von unten ein kleines Stück nach oben, dann erscheinen zwei Icons: Eines zum Starten der Kamera, eines zum Entsperren des Bildschirms.

Der Startbildschirm zeigt dann noch einmal groß die Uhrzeit und keine App-Icons. Zum Starten von Apps muss man nach rechts wischen, nach links muss man zum Starten der adaptiven Suche wischen – damit ist der Startbildschirm ungewöhnlicherweise etwas funktionslos. Aber in Version 1.1 wurde die adaptive Suche bereits in den Startbildschirm integriert.

Man kann mehrfach nach rechts wischen um weitere Bildschirme zu erhalten, auf welchen sich App-Symbole befinden. Klickt man lange auf ein App-Symbol kann man die App entfernen oder auf einen anderen Bildschirm verschieben – allerdings nicht auf den Starbildschirm. Aber man kann durch Nach-Rechts-Schieben beliebig viele weitere Bildschirme hinzufügen.

Das Dock unten zeigt permanent auf allen Homescreens standardmäßig vier App-Symbole: Telefon, SMS, Kontakte und Browser. Diese Symbole können aber beliebig ausgewählt werden, hier können auch mehr als vier Symbole platziert werden, sofern man das denn möchte.

Adaptive Suche

Wischt man vom Startbildschirm aus nicht nach rechts, sondern nach links, dann gelangt man zur adaptiven Suche, einer Besonderheit von Firefox OS in Zusammenarbeit mit everything.me, einem Dienst, in welchen Mozilla investiert hat. Vorstellen kann man sich das als eine Art Meta-Suche. Anders als klassische Suchmaschinen listet die adpative Suche aber keine Ergebnislisten auf, sondern bietet dem Benutzer HTML5-Apps an, direkt aus dem Web, ohne Download oder Installation. So schlägt uns die Seite bei einer Suche nach The Nearly Deads unter anderem YouTube, Grooveshark oder auch Spotify vor, natürlich direkt mit den passenden Ergebnissen. Nettes Gimmick: Der Hintergrund ändert sich passend zur Suchanfrage. Wurden Suchanfragen über die adaptive Suche getätigt, dann findet sich hier auch gut sichtbar ein Direktlink zum Löschen der Suchchronik.

Firefox Marketplace

Der Marketplace ist der zentrale Marktplatz für Firefox OS-Apps. Wer eine neue App sucht, wird diese vermutlich aus dem Marketplace von Mozilla herunterladen, auch wenn der Nutzer theoretisch die Freiheit hat, andere App Stores zu nutzen, sofern vorhanden.

Benachrichtigungen

Wie man es von allen anderen Smartphone-Betriebssystemen kennt, gibt es auch bei Firefox OS oben eine Statuszeile, welche heruntergezogen werden kann, um Benachrichtigungen anzuzeigen. Hier wird man unter anderem über Updates informiert. Aber auch eine Traffic-Anzeige für Nutzer mit Volumentarifen findet sich hier. Außerdem kann an dieser Stelle schnell die Datennutzung, WLAN, Bluetooth sowie der Flugmodus aktiviert respektive deaktiviert und die Einstellungen aufgerufen werden. Benachrichtigungen können außerdem auf dem Sperrbildschirm erscheinen.

Kontakte, Telefon und SMS

Die grundlegendsten Apps auf einem Smartphone dürften zweifelsohne die Kontakte, das Telefon sowie die SMS sein. Dabei muss niemand mit einem leeren Adressbuch starten; Kontakte können entweder von der SIM-Karte importiert oder mit Facebook synchronisiert werden – dabei können die Kontakte auch einzeln ausgewählt werden. In der Kontakte-App können neben dem Namen und verschiedenen Telefonnummern auch eine Firma, E-Mail-Adressen, Post-Adressen, Notizen sowie ein Foto hinzugefügt werden.

Auch die Telefon-App bietet alle grundlegenden Funktionalitäten. So gibt es natürlich ein Ziffernfeld, man kann aus den Kontakten auswählen und es gibt auch eine Anrufliste.

Nichts Außergewöhnliches gibt es auch über die Nachrichten-App zu sagen außer der Tatsache, dass diese in Firefox OS 1.0 auf SMS beschränkt ist. Die Unterstützung für MMS gibt es ab Version 1.1.

Firefox, der Browser, auf Firefox OS

Man könnte denken, Firefox OS basiere auf Firefox und der Browser müsse daher die überragende Komponente von Mozillas Betriebssystem darstellen. In Wahrheit handelt es sich hier allerdings um eine wirklich ganz einfache Version eines Browsers mit nur ganz wenigen Funktionen. Das Rendering von Webseiten funktioniert aber solide, denn immerhin kann der Browser mit Gecko auf die beste Browserengine des Marktes zurückgreifen.

Man kann mit dem Browser natürlich in erster Linie Webseiten besuchen, die Chronik ist abrufbar und auch Lesezeichen gibt es und eine Startseite mit Vorschaubildern der meistbesuchten Webseiten, wie man es aus dem Android-Browser von Mozilla kennt. Über die Einstellungen lassen sich Chronik, Cookies und gespeicherte Daten löschen. Das stellt bereits den kompletten Funktionsumfang des Browsers dar.

Kosten unter Kontrolle

Firefox OS zielt vor allem auf Entwicklungsländer ab, wo Daten-Flatrates nicht unbedingt verbreitet sind. Entsprechend wichtig ist es, seine Datennutzung unter Kontrolle zu haben und so kommt Firefox OS von Anfang an mit einer App, welche Kontrolle darüber gibt. Diese App misst nicht nur den Volumenverbrauch, sondern erlaubt auch eine Alarmierung bei Überschreiten eines einstellbaren Grenzwertes.

E-Mails

Natürlich kommt Firefox OS auch mit einer App für den E-Mail-Verkehr. Auffällig hier: Man hat die Wahl zwischen IMAP+SMTP und ActiveSync, POP3-Konten sind allerdings nicht möglich einzurichten.

Kamera und Galerie

Die Kamera-App erlaubt das Aufnehmen sowohl von Bildern als auch von Videos und ist auch dazu in der Lage, die Aufnahmen mit Standortinformationen – sofern erlaubt – zu versehen. Über die Galerie-App können die Aufnahmen angesehen werden. Hier gibt es ganz grundlegende Möglichkeiten der Bearbeitung (Belichtung, Zuschneiden, Effekte, Rahmen), aber nichts Weltbewegendes. Außerdem können die Dateien per E-Mail oder Bluetooth geteilt oder als Hintergrundbild festgelegt werden.

Musik, Videos und UKW-Radio

Smartphones mit Firefox OS funktionieren natürlich auch als MP3-Player, so gibt es eine Musik-App, welche das Abspielen von Audiofiles erlaubt. Hier gibt es verschiedene Ansichten wie eine Alben-Ansicht oder eine Ansicht des aktuell gespielten Titels. Playlisten, Wiederholungsfunktion und Bewertung der Songs sind weitere Funktionen. Und wer keine Musik dabei hat und gerne Musik hören möchte, kann dies über die eingebaute Radio-App machen. Auch eine Video-App ist vorhanden.

Uhr

Auch eine Uhr mit Weckerfunktion darf auf einem Smartphone natürlich nicht fehlen und so findet man auch das bei Firefox OS. Per Klick auf die Uhr kann man zwischen analoger und digitaler Anzeige umstellen. Verschiedene Wecker können eingestellt werden. Neben der Uhrzeit kann ein Titel für die Weckzeit eingestellt werden, ebenso ob der Alarm wiederholt werden soll, welcher Sound abgespielt werden soll, sowie eine Dauer für das Später-Erinnern.

Kalender

Ein Kalender gehört ebenso zu den ganz klassischen Apps eines Smartphones, welche auch Firefox OS anbietet. Hier können verschiedene Konten hinzugefügt werden: Google, Yahoo! oder CalDav. Der Kalender selbst bietet eine Monats-, eine Wochen und eine Tagesansicht sowie einen Button für den schnellen Zugriff auf den heutigen Tag. Natürlich können hier auch Termine angelegt werden. Außerdem lässt sich ein Synchronisierungs-Intervall einstellen.

HERE Maps

Firefox OS 1.0 kommt standardmäßig mit einer Karten-App, nämlich mit HERE Maps von Nokia. Ab Firefox OS 1.1 ist diese nicht länger dabei, kann aber über den Marketplace heruntergeladen werden.

Einstellungen

Und schließlich kommen wir zu den Einstellungen von Firefox OS. Die Einstellungen sind in verschiedene Kategorien gegliedert: Netzwerk & Verbindungen, Personalisierung, Datenschutz & Sicherheit, Gerät sowie Mobilfunkanbieter-Dienste.

Einstellungen: Netzwerk & Verbindungen

Dieser Abschnitt beginnt mit Schaltern für den Flugmodus und den GPS-Standort. In den WLAN-Einstellungen kann aus verfügbaren WLAN-Netzwerken oder einer WLAN-Einrichtung per WPS ausgewählt werden. Die Anrufeinstellungen bieten Einstellungen zum Anklopfen und Anrufweiterleitungen.

Unter Mobilfunk & Daten können Datenverbindungen beziehungsweise Datenroaming aktiviert respektive deaktiviert werden, der Mobilfunknetzbetreiber ausgewählt werden sowie Einstellungen zu Daten und A-GPS getroffen werden.

Schließlich kann noch Bluetooth aktiviert und die Internetverbindung geteilt werden, entweder indem das Smartphone zum WLAN-Hotspot wird oder über USB-Tethering.

Einstellungen: Personalisierung

Die Personalisierungseinstellungen beginnen mit Einstellungen zum Ton. Hier können die Lautstärke für Klingeltöne und Benachrichtigungen sowie für Alarm festgelegt werden, Vibrationen aktiviert oder deaktiviert werden, der Klingelton geändert werden und festgelegt werden, ob es beispielsweise beim Drücken von Tasten oder Knipsen von Fotos Töne geben soll.

In den Anzeige-Einstellungen kann ein Hintergrundbild ausgewählt werden, außerdem finden sich hier Einstellungen für die Helligkeit inklusive einer Option für die automatische Helligkeitsregulierung je nach umgebenden Lichtverhältnissen sowie für die Dauer, nach welcher der Bildschirm abgeschaltet werden soll. Unter Benachrichtigungen kann eingestellt werden, ob Benachrichtigungen auf dem Sperrbildschirm erscheinen sollen oder nicht. Unter Datum & Uhrzeit finden sich entsprechende Einstellungen für das Datum, die Uhrzeit, die Zeitzone sowie eine Einstellung fürs automatische Einstellen der Zeit.

Schließlich gibt es noch Einstellungsfenster für die Sprache (mit Einfluss auf die Formatierung des Datums und der Uhrzeit) sowie zur Tastatur. Hier können Vibrationen, Tastentöne und Wortvorschläge aktiviert oder deaktiviert und außerdem das Tastaturlayout auf die gewünschte Sprache eingestellt werden.

Einstellungen: Datenschutz & Sicherheit

Der Bildschirm zur Telefonsperre bietet Optionen zur Aktivierung / Deaktivierung des Sperrbildschirms sowie eines Entsperrcodes. Unter SIM-Sicherheit kann der PIN-SIM-Code deaktiviert oder geändert werden.

Im Fenster App-Berechtigungen finden sich die erlaubten oder auch verweigerten Berechtigungen der verschiedenen Apps, welche hier verändert werden können. So gibt es hier für jede einzelne Berechtigung, welche eine App angefragt hat, die drei Optionen Fragen, Ablehnen oder Erlauben. Außerdem können hier die privaten Daten von Lesezeichen gelöscht werden, welche zum Startbildschirm hinzugefügt wurden.

Der letzte Punkt in diesem Abschnitt ist Nicht verfolgen. Diese Einstellung meint den Do-not-Track-Header, welcher Webseiten mitteilt, dass man nicht zu Analyse- oder Werbezwecken verfolgt werden möchte. Die Einstellung ist auf diesem Bildschirm relativ ausführlich erklärt.

Einstellungen: Gerät

Der nächste Abschnitt Gerät beginnt mit den Geräteinformationen. Dort gibt es Informationen zur Software, hier kann nach Updates für Firefox OS gesucht werden, man findet Informationen zur IMEI-Nummer des Gerätes und noch mehr. Hier gibt es auch weitere Informationen zu Firefox OS über drei Buttons: Ihre Rechte, Ihre Privatsphäre und Rechtliche Informationen. Dort gibt es unter anderem Informationen zum Open Source-Quelltext und wie man diesen erhalten kann. Der Abschnitt zur Privatsphäre ist weiter unterteilt in Firefox OS, Marketplace und everything.me (adaptive Suche).

Unter Batterie sieht man den Ladestand des Akkus und kann einstellen, bei wie wenig nur noch vorhandener Akkukapazität der Energiesparmodus aktiviert werden soll.

Ruft man den Bildschirm Gerätespeicher auf, bekommt man hier Informationen zur Belegung des internen Speichers. Ähnliches gilt für den Bildschirm Medienspeicher, welcher die Kapazität der SD-Karte anzeigt, auf welcher Mediendateien gespeichert werden.

Unter Firefox OS verbessern gibt es einen Button, um Feedback an Mozilla zu senden. Dies öffnet eine Seite im Browser um entsprechendes zu tun. Außerdem kann man hier die Datenübermittlung an Mozilla (welche beim ersten Start aktiviert oder nicht wurde) jederzeit wieder deaktivieren und aktivieren. Weiter kann hier eingestellt werden, ob Absturzberichte immer gesendet werden sollen, nie gesendet werden sollen oder jedes Mal nachgefragt werden soll (Standardeinstellung). Unter Hilfe findet sich schließlich ein Link zur Hilfe-Webseite von Mozilla, welche bestens für die Nutzung auf dem Smartphone optimiert ist.

Updates

Dieser Rundgang durch Firefox OS 1.0 endet mit dem Update auf Firefox 1.1. Die Benachrichtigungsleiste informiert über vorhandene Updates, im Folgenden ist der Ablauf zu sehen.

Firefox 26+: Darstellungsfehler unter Windows 7/8 loswerden

Einige Firefox-Nutzer mit AMD-Grafikkarte kämpfen seit Microsoft vor über einem Jahr ein Update für Windows veröffentlicht hat, mit schweren Grafikfehlern in Firefox bei der Darstellung von Schrift. Ab Version 26 besitzt Firefox eine Lösung für dieses Problem – welche allerdings erst durch den Nutzer aktiviert werden muss.

Es ist bereits über ein Jahr her, dass Microsoft das Update KB2670838 für Windows veröffentlicht hat. Mit Installation dieses Updates kam es für einige Firefox-Nutzer mit AMD-Grafikkarte zu schwerwiegenden Grafikfehlern bei der Darstellung von Schrift. Bislang gab es nicht zuletzt aufgrund mangelnder Kooperation von Microsoft und AMD keine Lösung für dieses Problem, bis Mozilla durch Zufall auf eine Lösung für das Problem gestoßen ist – dann war die Lösung in weniger als einer Woche implementiert und ist nun Bestandteil von Firefox 26, wobei auch diese Lösung mehr einen Workaround als eine Lösung darstellt, zumindest behebt es aber das Problem für die betroffenen Nutzer.

Dieser Workaround muss durch den Benutzer allerdings erst aktiviert werden, da Mozilla diesen hinter einem Konfigurations-Schalter versteckt hat. Grund hierfür sind nachteilige Auswirkungen auf die Performance. Um das Problem zu beheben, muss about:config aufgerufen und per Rechtsklick ein neuer Boolean-Schalter angelegt werden. Dieser erhält den Namen layout.paint_rects_separately und true als Wert. Nach einem Neustart von Firefox sollten die Darstellungsfehler der Schrift der Vergangenheit angehören.

Firefox 29 mit Unterstützung von CSS-Variablen

CSS bietet heute viele Möglichkeiten für Webdesigner, wie sie vor einigen Jahren noch nicht möglich waren. Da alle Browserhersteller permanent bemüht sind, ihre Browser um die Unterstützung möglichst vieler standardisierter CSS-Features zu erweitern, können relativ viele dieser Dinge mittlerweile auch in realen Anwendungen eingesetzt werden. Eine Sache, welche das Leben wirklich vereinfachen könnte, sind Variablen. Firefox bietet ab Version 29 Unterstützung dafür.

Variablen sind noch relativ weit davon entfernt, ein finaler Standard des W3C zu sein, und tragen derzeit noch den Status des Editor’s Drafts. Zweifelsohne handelt es sich dabei aber um ein praktisches Feature und Mozilla hat die Unterstützung hierfür bereits in Firefox 29 implementiert - allerdings vorerst lediglich für Nightly- und Aurora-Versionen von Firefox, da die Implementierung noch nicht ganz vollständig ist. Der dazugehörige about:config-Schalter heißt layout.css.variables.enabled.

Variablen in CSS sind bereits heute mittels Präprozessoren wie SASS oder LESS möglich. Dabei werden deren Stylesheets in richtiges CSS kompiliert und die Variablen sind für das gesamte Stylesheet gültig. Im Gegensatz dazu werden die nativen CSS-Variablen zur Laufzeit auf einer Fall-zu-Fall-Basis interpretiert und können damit auch in Abhängigkeit von Media Queries verändert werden.

CSS-Variablen werden mit dem Bezeichner var- gefolgt von einem Namen und dann einem gültigen CSS-Wert definiert. Das :root im folgenden Beispiel stellt dabei den Gültigkeitsbereich der Variable dar, nämlich das gesamte Dokument. Hier könnte auch ein gewohnter CSS-Selektor stehen, auch das Überschreiben von Variablen ist dadurch möglich. Benutzt werden kann die Variable durch die CSS-Funktion var() mit dem Namen der Variable als Parameter.

:root {
var-logo: #456;
}

.selector {
color: var(logo);
}

@media (max-width: 700px) {
.selector {
var-logo: #123;
}
}

Firefox 29 speichert Passwörter optional auch bei autocomplete=”off”

Firefox besitzt einen Passwort-Manager zur Speicherung von Login-Daten auf Webseiten. Das Speichern von Passwörtern wird allerdings nicht angeboten, sofern seitens Webseite die Autovervollständigung für das Eingabefeld des Benutzernamens deaktiviert ist. Eine neue Option in Firefox 29 erlaubt die Speicherung von Passwörtern auch dann.

Das Setzen des Attributs autocomplete=”off” im Anmeldeformular auf einer Webseite führt dazu, dass Firefox nicht nachfragt, ob das Passwort gespeichert werden soll. Sollte das Passwort dennoch gespeichert werden, so musste man sich mittels Add-on behelfen. Ab Firefox 29 gibt es eine neue Einstellung; wird über about:config der Schalter signon.overrideAutocomplete per Doppelklick auf true gesetzt, dann bietet Firefox auch in diesem Fall das Speichern des Passworts an.

Mozilla erreicht nächsten Meilenstein bei JavaScript-Performance

Mozilla hat bei der Performance von JavaScript den nächsten Meilenstein erreicht: Firefox kann in asm.js kompilierten Code nun in einer Geschwindigkeit ausführen, welche nur noch um den Faktor 1.5 langsamer als C++ ist.

asm.js ist eine von Mozilla entwickelte Teilmenge von JavaScript, welche Code deutlich schneller ausführen kann, der über Compiler wie Emscripten (ebenfalls Mozilla) oder Mandreel in JavaScript übersetzt wird. Da es sich bei asm.js um eine Teilmenge von JavaScript handelt, kann dieser Code auch von Browsern ausgeführt werden, welche keinen Compiler für asm.js implementiert haben, nur entsprechend sehr viel langsamer als ein dafür optimierter Browser wie Firefox.

Anfang des Jahres hatte Mozilla erklärt, dass Firefox asm.js-Code ausführen kann, welcher um etwa den Faktor 2 langsamer ist als nativer in C++ geschriebener Code – was schon sehr beeindruckend war. Weitere Optimierungen, vor allem Float32-Optimierungen, von Emscripten sowie der JavaScript-Engine von Firefox haben Mozilla einen weiteren Meilenstein erreichen lassen – Firefox erreicht in den Benchmarks Geschwindigkeiten, welche nur noch um den Faktor 1.5 langsamer als nativer Code sind. Und Mozilla verspricht sogar, dass noch weitere größere Optimierungen in Arbeit oder in Planung sind.

Firefox ist nicht zuletzt dank asm.js in der Lage, sogar komplexe Spiele im Browser mit guter Performance ausführen zu können. So haben Mozilla und Epic Games die Unreal Engine 3 für den Browser portiert, seit kurzem gibt es das erste kommerzielle 3D-Spiel für den Browser, welches die portierte Unreal Engine 3 nutzt und Gebrauch von asm.js macht.

Mozilla veröffentlicht außerplanmäßiges Update Firefox Mobile 26.0.1

Mozilla hat ein außerplanmäßiges Update für Firefox Mobile veröffentlicht. Die Version 26.0.1 behebt einen Grafikfehler bei Benutzung von Suchmaschinen.

Nutzer von Firefox Mobile auf Android erhalten ein außerplanmäßiges Update auf Version 26.0.1. Die neue Version behebt einen Grafikfehler bei der Benutzung von Suchmaschinen auf einigen Geräten, wie das folgende Video demonstriert.

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